Luxemburg – Konkurrenz unter Taxis ist nicht kleiner geworden

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LuxemburgKonkurrenz unter Taxis ist nicht kleiner geworden

LUXEMBURG - Im Gegensatz zum Verkehrsminister haben die Taxifahrer im Großherzogtum nicht das Gefühl, dass die Preise gesunken sind.

Am Hauptbahnhof wird die Tarifpolitik von Taxifahrern stark kritisiert.

Am Hauptbahnhof wird die Tarifpolitik von Taxifahrern stark kritisiert.

Editpress

Manuel und Horacio arbeiten seit 30 Jahren als Taxifahrer in Luxemburg. Sie verstehen nicht, wieso die Behörden jedem Taxiunternehmen den Raum gegeben haben, ihre Gebühren selbst festzulegen. «Wieso gibt es keinen Einzeltarif pro Kilometer, wie zum Beispiel in Portugal?» befragt Manuel. Für den Laien ist die Situation in Luxemburg ein Tarifdschungel.

Vor dem Hauptbahnhof variieren die Tarife für eine Fahrtstrecke von zehn Kilometern in der Hauptstadt zwischen 26,60 Euro und 37,50 Euro. Von dem in der vergangenen Woche von Verkehrsminister François Bausch angekündigten 22-Euro-Tarif war keine Rede. Laut dem Verkehrsministerium bräuchte man sich jedoch nur «in die Webtaxi-App einzuloggen, um diese Tarife zu finden».

Fahrt wird erst später registriert

«Zu diesem Preis stellen Taxifahrer ihre Taximeter nicht ein. Sie registrieren ihre Fahrt erst danach, was total illegal ist», bestätigt ein anderer Fahrer, Alain Scholtus. Dies ist schwer nachweisbar. «Neue Lizenzen wurden angeblich vergeben, um die Preise zu senken. Aber dabei handelt es sich um die Gesellschaften, die die höchsten Tarife verlangen», betont der Taxifahrer.

Eine weitere Kritik am neuen Taxi-Gesetz betrifft die Nichteinhaltung der Taxizonen. «Es gibt sechs Gebiete. In der Theorie wurde jeder Gesellschaft eine Zone vergeben, die eingehalten werden sollte. Es stellt sich jedoch heraus, dass niemand das Gesetz befolgt», bedauert Horacio, der regelmäßig Taxifahrer sieht, die offiziell im Norden arbeiten, jedoch Kunden in der Hauptstadt aufnehmen.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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