Sexismus-Debatte: Konservativer soll Porno im britischen Parlament geguckt haben
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Sexismus-DebatteKonservativer soll Porno im britischen Parlament geguckt haben

Ein Abgeordneter der Konservativen Partei soll im Sitzungssaal des britischen Parlaments auf seinem Handy einen Porno geguckt haben. Der Chefeinpeitscher (Chief Whip) der Tories, Chris Heaton-Harris, kündigte am Mittwoch eine Untersuchung zu dem «völlig inakzeptablen» Verhalten an.

HANDOUT - 20.04.2022, Großbritannien, London: Sir Keir Starmer (l), Vorsitzender der Labourpartei, spricht im britischen Unterhaus bei der wöchentlichen Fragestunde «Prime Minister's Questions» (Fragen an den Premierminister) in Richtung Boris Johnson (2.v.r), Premierminister von Großbritannien. Foto: Jessica Taylor/Uk Parliament/PA Media/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Das britischen Unterhaus bei der wöchentlichen Fragestunde «Prime Minister's Questions».

Jessica Taylor/Uk Parliament/PA Media/dpa

Nach Informationen der Zeitung «Daily Mirror» handelt es sich bei dem Beschuldigten um ein Regierungsmitglied. Eine neben ihm sitzende Kabinettskollegin habe den Vorfall miterlebt und gemeldet, berichtete das Blatt. Die Zeitung «The Sun» schrieb, schockierte Abgeordnete hätten Heaton-Harris aufgefordert, den Parlamentarier aus der Fraktion zu werfen.

Premierminister Boris Johnson betonte, sexuelles Fehlverhalten sei ein Entlassungsgrund. Frauenfeindlichkeit habe keinen Platz im Parlament, sagte Johnson am Mittwoch im Unterhaus.

Derzeit tobt in Großbritannien eine Debatte über Sexismus in der Politik. Die «Mail on Sunday» hatte berichtet, mehrere konservative Abgeordnete würden der Vize-Chefin der oppositionellen Labour-Partei, Angela Rayner, vorwerfen, Johnson bei der wöchentlichen Befragung des Premiers abzulenken, indem sie ihm gegenüber sitzend gezielt ihre Beine überschlüge. Johnson kritisierte die anonymen Aussagen scharf und sprach Rayner seine Unterstützung aus.

Ebenfalls am Sonntag war bekanntgeworden, dass drei Regierungsmitglieder und Dutzende weitere Abgeordnete wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung an ein entsprechendes Aufsichtsgremium gemeldet worden sind. Bei einem ranghohen Krisentreffen am Dienstagabend schilderten mehrere konservative Abgeordnete ihre Erfahrungen mit Frauenfeindlichkeit im Parlament, wie die «Sun» berichtete. Eine Sprecherin Johnsons wies Vorwürfe zurück, dass die Tories ein Sexismus-Problem hätten.

(DPA)

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