In Luxemburg – Kostenloser Nahverkehr – und nun?

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In LuxemburgKostenloser Nahverkehr – und nun?

LUXEMBURG – Die Einführung des kostenlosen öffentlichen Verkehrs im Großherzogtum stellt ausländische Verkehrsunternehmen auf die Probe.

Wenn ein Land seinen öffentlichen Verkehr kostenlos macht, was machen dann die angrenzenden Länder?

Wenn ein Land seinen öffentlichen Verkehr kostenlos macht, was machen dann die angrenzenden Länder?

Luxemburg will ab März 2020 den öffentlichen Verkehr kostenlos machen. Doch welche Auswirkungen hat das für die Bewohner Frankreichs, Belgiens und Deutschlands?

Vonseiten der SNCF in Frankreich heißt es, «das Thema wird intern geprüft». In Belgien erklärt die Eisenbahngesellschaft SNCB, dass Gespräche mit der Luxemburgischen Eisenbahngesellschaft CFL im Gange sind: «Aber im Prinzip werden Zugtickets billiger und anteilig sein.»

Konsultationen dauern bis in den Sommer

Auf deutscher Seite sagt die SPNV-Nord, die die Eisenbahnverbindungen im Norden von Rheinland-Pfalz verwaltet, dass Konsultationen mit den CFL und der Deutschen Bahn stattfinden und voraussichtlich bis diesen Sommer dauern würden.

Gleiches gilt für Voyages Emile Weber. Das Familienunternehmen bietet Busfahrten zwischen Saarbrücken (Saarland) und Luxemburg an. «Wir arbeiten im Auftrag des Verkehrsministeriums und das wird entscheiden, ob wir unser Angebot erweitern oder reduzieren müssen. Auch die Ticketpreise werden vom Ministerium festgelegt», sagt Geschäftsführer Romain Kribs.

Bleiben vom Gratisangebot «völlig unberührt»

Andere Anbieter wiederum, wie die TEC-Busse in Wallonien (Belgien), blieben von Luxemburgs Gratisangebot «völlig unberührt». «Wir haben mit den luxemburgischen Behörden keinerlei Anfrage in diese Richtung gestellt", sagte ein Sprecher.

Das Fernbus-Unternehmen Flixbus, das unter anderem die Strecke Trier-Luxemburg anbietet, steht in Kontakt mit dem Luxemburger Ministerium, der Stadt Luxemburg und der CFL, um über die Entwicklungen des Fernbusmarktes zu sprechen. Derzeit sei das Unternehmen jedoch nicht wegen Nahverkehr in Kontakt mit Luxemburg.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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