Fünf Monate ohne Besuch – Krankenschwester adoptiert einsamstes Baby

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Fünf Monate ohne BesuchKrankenschwester adoptiert einsamstes Baby

Fünf Monate lang wurde die Tochter einer drogenabhängigen Mutter nicht ein einziges Mal besucht, die Krankenschwester Liz konnte dem nicht länger zusehen.

Auch wenn der Start nicht besonders glücklich ist, kann doch noch alles gut werden: Den Beweis für diesen – zugegeben – Kalenderspruch liefern die Krankenschwester Liz und ihre Adoptivtochter Gisele. Als Gisele in einem Vorort von Boston auf die Welt kam, war sie sehr klein, sehr krank und, durch die Abhängigkeit der Mutter, schon sehr drogenabhängig. Der Säugling litt am neonatalen Abstinenzsyndrom – ein Entzug bei Kindern abhängiger Mütter, der sich in Symptomen wie Atemproblemen, Zittern, Verkrampfungen, schrillem Schreien sowie Erbrechen und Durchfall äußert.

Doch es geht noch schlimmer: Giseles Mutter verließ das Krankenhaus und kam nicht mehr wieder. Für fünf Monate wurde das Mädchen nicht ein einziges Mal besucht. Schließlich übernahm der Staat Massachusetts das Sorgerecht für die wenige Monate alte Gisele. Als die Krankenschwester Liz die Kleine das erste Mal sah, wusste sie sofort, dass sie sich um das Mädchen kümmern will. Selbst kann die 45-Jährige keine Kinder bekommen.

Liz nahm Gisele mit zu sich nach Hause und nach einigem Hin und Her mit den Behörden und Giseles leiblichen Eltern, die sich jedoch nicht um das Kind kümmern konnten, durfte sie die inzwischen 2-Jährige schließlich adoptieren.

(L'essentiel)

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