Proteste in Australien – Krawall bei Anti-Lockdown-Demo – Polizisten verletzt
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Proteste in AustralienKrawall bei Anti-Lockdown-Demo – Polizisten verletzt

Trotz Versammlungsverbot und Lockdown demonstrieren Hunderte Menschen in Australien gegen die Corona-Maßnahmen. Die Polizei setzt Tränengas ein.

In Australien, einschließlich der Metropole Melbourne, sind massive Proteste gegen den Lockdown ausgebrochen. Gewaltbereite Demonstranten stürmten die Straßen und verletzten mehrere Polizisten, wie «Daily Mail» schreibt, sind es über 1000 Demonstrierende. Die Polizei verhaftete 235 Personen – die meisten wegen Verstößen gegen die Gesundheitsrichtlinien, einige wegen gewaltsamen Verhaltens, Waffen- und Drogendelikten.

Die Demonstranten durchbrachen demnach Absperrungen im Stadtzentrum und lieferten sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit den Beamten. Bei den Protesten wurden zehn Polizisten verletzt. Sechs mussten ins Krankenhaus gebracht werden – gebrochene Nase, gebrochener Ellenbogen, gebrochene Finger und Muskelzerrungen.

Beamte niedergetrampelt

Gegen die Demonstranten setzte die Polizei unter anderem Pfefferspray ein. Die Beamten seien mit Wurfgeschossen beworfen, andere in der Menge regelrecht «niedergetrampelt» worden. «Was wir heute gesehen haben, war eine Gruppe von Demonstranten, die nicht für die Verteidigung von Freiheiten eingetreten ist, sondern sich Auseinandersetzungen mit der Polizei liefern wollte», sagte der Polizeichef des Bundesstaats Victoria, Mark Galliott.

In Sydney im benachbarten Bundesstaat New South Wales gelang es einem riesigen Polizeiaufgebot, ähnliche Ansammlungen zu verhindern. Nach Polizeiangaben gab es rund 20 Festnahmen.

Über 200 Tage Lockdown

In den beiden größten australischen Städten Sydney und Melbourne gelten wegen der Corona-Pandemie derzeit lang anhaltende Lockdowns. Melbourne befindet sich seit März 2020 schon 228 Tage im Lockdown wie «Daily Mail» schreibt. Zuviel für die Demonstrantinnen und Demonstranten. Zwar hatte Australien das Coronavirus zunächst mit der Schließung seiner Grenzen, der schnellen Verhängung von Lockdowns und intensiver Kontaktverfolgung weitgehend eindämmen können. Die Delta-Variante führte in den vergangenen Monaten jedoch zu größeren Ausbrüchen. Hinzu kommt, dass die Impfkampagne in Australien nur schleppend anlief.

(L'essentiel/DPA/roa)

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