Relais pour la vie – Krebskranke laufen zu sehen, «das motiviert»

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Relais pour la vieKrebskranke laufen zu sehen, «das motiviert»

LUXEMBURG - 9 000 Läufer haben am Wochenende in der Coque ihre Runden gedreht und damit ein Zeichen ihrer Solidarität mit Krebskranken gesetzt.

«Es war motivierend, meinen Vater krank laufen oder gehen zu sehen, nach zehn Chemotherapie-Behandlungen. Er hat uns auch mit dem 'Relais' vertraut gemacht», erzählt Ricardo. Der 28-Jährige hat vor fünf Jahren zum ersten Mal an der Veranstaltung «Relais pour la vie» in der Coque teilgenommen. Damals stand die Beteiligung für ihn außer Frage: Er erfuhr, dass sein Vater an Krebs erkrankt ist.

Nun ist der Vater von Ricardo tot, doch der junge Mann kommt weiterhin einmal im Jahr in die Coque: um ein Zeichen der Solidarität zu setzen, aber auch um die Krebsforschung zu unterstützen.

160 000 Euro Spenden 2011: ein Rekord, der übertroffen wird?

Mehr als 9 000 Läufer drehten 24 Stunden lang, von Samstag- bis Sonntagabend, ihre Runden in der hauptstädtischen Sportarena, um Spenden für die Luxemburger Krebsstiftung zu sammeln.

Vanessa etwa vertrat das Lycée technique pour professions de santé in Niederkerschen. Die 18-Jährige kennt auch jemanden, der krebskrank ist. «Ich laufe für diese Person und andere Krebskranke. Sie alle zeigen viel Mut, man muss die Solidarität mit ihnen demonstrieren.» Im vergangenen Jahr waren beim Relais pour la vie 160 000 Euro Spenden gesammelt worden. Wie hoch die diesjährige Summe wird, bleibt abzuwarten.

(L'essentiel Online/ Jérôme Wiss)

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