Statistik – Kriminalität steigt 2018 in Luxemburg an

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StatistikKriminalität steigt 2018 in Luxemburg an

LUXEMBURG – Diebstähle und Einbrüche stellen den Großteil der Kriminalität im Land dar. Das geht aus dem am Dienstag vorgestellten Bericht der Police Grand-Ducale hervor.

Die Zahl der Straftaten hat in Luxemburg im Jahr 2018 leicht um 1,5 Prozent zugenommen. Diese Zahl muss jedoch wegen des Unterschieds zwischen der Tages- und Wohnbevölkerung im Land relativiert werden. Betrachtet man nur die Wohnbevölkerung ist die Kriminalitätsrate mit 6194 Delikten pro 100.000 Einwohner sogar sehr leicht um 0,4 Prozent gesunken. Das geht aus einer am Dienstag von der Police Grand-Ducale veröffentlichten Statistik hervor. «Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, aber wir können es immer noch besser machen", sagt Donat Donven, stellvertretender Generaldirektor der Polizei.

Insbesondere muss die Polizei ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Diebstahl intensivieren, der 61,5 Prozent aller im Land begangenen Verbrechen ausmacht. Sowohl die Anzahl der Diebstähle (+5,9 Prozent), als auch die der Einbrüche (+10,3 Prozent) sind im Vergleich zu 2017 gestiegen. Während die Zahl der Fahrzeugdiebstähle rückläufig ist (265 im Jahr 2018), wurden mehr Autos aufgebrochen (1476). Zudem wurden im vergangenen Jahr fast doppelt so viele Fahrräder gestohlen wie 2017 (465).

Fokus auf Großdealer

Was die Einbrüche betrifft, so ist die Zahl mit 3667 Einbrüchen und Einbruchsversuchen auf das hohe Niveau von 2015 zurückgekehrt. «Das Hauptproblem ist die Wanderkriminalität, insbesondere aus Osteuropa. Einbrecher-Gruppen ziehen durch den ganzen Kontinent. Luxemburg ist da keine Ausnahme», erklärt Donven. Wie im Vorjahr wurden 2018 elf bewaffnete Raubüberfälle verübt. Zweimal traf es eine Tankstelle.

Ein weiterer Trend ist der Anstieg der Drogendelikte, bei denen die Zahl der Straftaten im Jahr 2018 über 3000 lag. Das sind 11 Prozent mehr als im Jahr 2017. Wie Donven erklärt habe die Polizei ihre Ermittlungen gegen den Handel verstärkt: «Wir wollen das Problem an der Wurzel packen und Großdealer überführen.»

Drei Mordfälle im Jahr 2018

Nach einem starken Anstieg im Jahr 2016 sank die Zahl der Vergewaltigungen auf 76. Zu dieser Statistik ist jedoch anzumerken, dass viele Fälle von den Opfern nicht zur Anzeige gebracht werden. Hinzu kommen 2018 drei Mordfälle.

(th/L'essentiel)

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