Nach Verschleppung – Krokodil-Opfer in Australien tot geborgen

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Nach VerschleppungKrokodil-Opfer in Australien tot geborgen

In Australien hat ein Krokodil vor zwei Tagen einen 26-Jährigen vor den Augen seiner Freunde fortgerissen. Jetzt hat die Polizei den Mann tot geborgen.

Die in der Region des Mary Rivers lebenden Salzwasserkrokodile werden bis zu sieben Meter lang und mehr als eine Tonne schwer. (Bild: Keystone/AP)

Die in der Region des Mary Rivers lebenden Salzwasserkrokodile werden bis zu sieben Meter lang und mehr als eine Tonne schwer. (Bild: Keystone/AP)

Die australische Polizei hat am Montag die Leiche eines 26-Jährigen gefunden, der zwei Tage zuvor vor den Augen seiner Freunde von einem Krokodil fortgerissen wurde. Der Leichnam wurde in der Nähe der Stelle im Mary River geborgen, wo der Mann angegriffen wurde.

Sean Cole hatte am Samstag im Mary-River-Naturpark rund 110 Kilometer von der Stadt Darwin entfernt mit mehreren anderen den 30. Geburtstag eines Freundes gefeiert. Mit einem Freund entschloss er sich schließlich, in den trüben Fluss zu springen.

Seine Freunde mussten mit ansehen, wie ein etwa fünf Meter langes Salzwasserkrokodil Cole in seinem Maul fortriss. Der andere Schwimmer überlebte das lebensgefährliche Abenteuer.

Nach dem Vorfall starteten die Behörden eine Suche nach dem 26-Jährigen. Im Zuge dessen wurden vier Krokodile erschossen, wie Park-Ranger Tom Nichols sagte. Darunter sei vermutlich auch das Tier, das den jungen Mann attackiert hatte. Die Krokodilkadaver würden nun obduziert.

Die Polizei gab schließlich bekannt, dass am Montagmorgen Coles Leiche in der Nähe des Angriffsortes gefunden worden sei. «Unsere Gedanken sind während dieser sehr schwierigen Zeit bei der Familie», sagte Wade Rodgers von der Polizei im Bundesstaat Northern Territory.

Weltweit höchste Krokodil-Dichte

Die in der Region lebenden Salzwasserkrokodile werden bis zu sieben Meter lang und mehr als eine Tonne schwer. Seit sie in den 1970er Jahren unter Schutz gestellt wurden, stieg ihre Zahl stetig an.

Der Mary River gehört zu den Gewässern mit der weltweit höchsten Krokodil-Dichte. Eine Zählung hatte vor drei Wochen ergeben, dass in dem Gebiet der jüngsten Attacke vier Krokodile mit einer Länge von mehr als vier Metern sowie etwa ein Dutzend über drei Meter lange Tiere lebten.

In Australien werden immer wieder Menschen von Krokodilen getötet. Im Dezember wurde ein neunjähriger Junge, der im Northern Territory schwamm, von einem Krokodil fortgerissen.

(L'essentiel Online/sda)

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