Weitere Bussen drohen – Krumme US-Deals kosten UBS halbe Milliarde
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Weitere Bussen drohenKrumme US-Deals kosten UBS halbe Milliarde

Zur Beilegung eines US-Immobilien-Rechtsstreits muss die UBS tief in die Tasche greifen. Ein Fehlverhalten streitet die Bank aber ab.

Weitere Bussen drohen: Der UBS-Hauptsitz an der Park Avenue in New York City. (20. Juli 2009)

Weitere Bussen drohen: Der UBS-Hauptsitz an der Park Avenue in New York City. (20. Juli 2009)

Martin Ruetschi

Die Großbank UBS bezahlt in Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von zwei Genossenschaftsbanken 445 Millionen Dollar an die National Credit Union Association (NCUA).

Das teilte die Behörde am Montagabend mit. Die NCUA hatte der UBS vorgeworfen, die beiden Genossenschaftsbanken über Risiken von hypothekenbasierte Wertpapieren im Volumen von 1,15 Milliarden Dollar in die Irre geführt zu haben.

Weitere Bussen drohen

Die UBS gab kein Fehlverhalten zu. Eine UBS-Sprecherin erklärte, mit der Einigung könne die Bank eine weitere Altlast ausräumen. Im vergangenen Jahr hatte das Institut in ähnlichen Fällen bereits 79,3 Millionen Dollar auf den Tisch gelegt. Im Rechtsstreit mit dem US-Justizministerium steht eine Einigung noch aus.

Per Ende März hatte die UBS 2,66 Milliarden Euro zurückgelegt. Das waren rund 310 Millionen Euro weniger als Ende 2016. Der Großbank drohen weitere Bussen seitens des US-Justizministeriums wegen krummer Hypothekargeschäfte in der Finanzkrise. Zudem droht der UBS im Steuerstreit mit Frankreich in einem Prozess eine Milliardenbusse. (jdr/sda)

(L'essentiel)

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