Nach dem Rallye-Unfall – Kubica nach sieben Stunden OP im Koma

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Nach dem Rallye-UnfallKubica nach sieben Stunden OP im Koma

Renault-Pilot Robert Kubica befindet sich nach seinem schlimmen Rallye-Unfall und einer siebenstündigen Operation im künstlichen Tiefschlaf. Die Ärzte wollen ihn aber noch am Montag wieder aufwecken.

Formel-1-Pilot Robert Kubica befindet sich nach seinem schlimmen Rallye-Unfall im künstlichen Tiefschlaf. Die Ärzte wollen ihn aber noch am Montag wieder aufwecken. Sieben Stunden lang haben die Ärzte bis Sonntagabend im Krankenhaus Santa Corona in Pietra Ligure in einer Notoperation versucht, die Funktionsfähigkeit der rechten Hand des Polen wiederherzustellen.

Der leitende Arzt der Klinik, Doktor Igor Rossello, gab sich nach dem Eingriff «verhalten zufrieden». «Die Hand lebt», wurden die Ärzte in der Online-Ausgabe der «Gazzetta dello Sport» zitiert. Wie Kubicas Rennstall Lotus-Renault auf seiner Homepage mitteilt, liegt der 26-Jährige derzeit noch im künstlichen Koma. Die Ärzte planen jedoch, ihn noch im Laufe des Montagmorgens wieder aufzuwecken.

Heidfeld als Ersatz?

Bereits am Sonntagabend gaben die behandelnden Ärzte an, dass es rund ein Jahr dauern könne, bis die Funktionsfähigkeit von Kubicas Hand wiederhergestellt sei. Auch wenn dies gelingt, ist es fraglich, ob der Rennfahrer, der bereits im Jahr 2007 beim GP von Kanada einen Horrorcrash mit viel Glück nur leichtverletzt überlebte, wieder ins Cockpit zurückkehren wird.

Klar ist, das Lotus-Renault für die F1-Saison 2011 einen Ersatzfahrer braucht. Deutsche Medien bringen bereits ihren Landsmann Nick Heidfeld ins Spiel, der seit der Ausbootung bei Sauber Ende letzte Saison ohne Team dasteht. An diesem ist der Unfall seines ehemaligen Sauber-Teamkollegen Kubica nicht spurlos vorbeigegangen. «Lieber Robert, nach den schockierenden Meldungen des heutigen Tages sind meine Gedanken bei dir und ich wünsche dir eine schnelle Genesung», steht auf der offiziellen Homepage des Deutschen.

mon/L'essentiel Online

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