In Luxemburg – Kulturelle Stätten sollen allen zugänglich sein

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In LuxemburgKulturelle Stätten sollen allen zugänglich sein

LUXEMBURG-STADT – Das Kulturministerium hat einen Aufruf für Projekte zur Förderung einer inklusiven Kultur in Luxemburg gestartet.

Die Luxemburger Festungsanlagen wurden auf die Bedürfnisse behinderter Manschen ausgerichtet.

Die Luxemburger Festungsanlagen wurden auf die Bedürfnisse behinderter Manschen ausgerichtet.

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«Wir haben eine Verpflichtung die kulturellen Stätten des Landes allen zugänglich zu machen», sagt Kulturministerin Sam Tanson (Déi Gréng). Am Dienstagmorgen stellte ihr Ministerium seine neuesten Projekte vor, die die inklusive Kultur in Luxemburg fördern sollen.

Der Besuch der Hauptstadt und ihren Festungsanlagen kann sich für Menschen mit Behinderungen kompliziert gestalten. Aus diesem Grund hat das Ministerium bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen – darunter eine neue Broschüre sowie einen Audio-Guide in vereinfachter Sprache. Über die Anwendung «izi.travel» haben die Besucher auch Zugang zu mehreren Erklärvideos in Gebärdensprache. Das Ziel des Ministeriums ist es, «Menschen zu begeistern, die von sich aus Kultureinrichtungen nicht besuchen würden», erklärt Nadine Erpelding vom Ministerium.

«Viele Menschen müssen noch erreicht werden»

Die Festungsanlagen sind damit die erste Unesco-Welterbestätte, die einen inklusiven Besuch für alle Arten von körperlichen und geistigen Behinderungen bietet. Außerdem hat das Ministerium einen Projektaufruf gestartet, der sich an alle Kultureinrichtungen, Vereine und Kollektive richtet. «Diese sind sich bewusst darüber, dass es trotz zahlreichen Kanälen Menschen gibt, die noch erreicht werden müssen», sagt Erpelding.

Vorerst gibt es diese Stadtführung nur in deutscher Sprache, aber «es ist gut möglich, dass sich das in den nächsten Jahren je nach Nachfrage ändern wird», so die Regierungsberaterin weiter. Jede Projektausschreibung, die im Abstand von zwei Jahren erfolgt, wird mit 40.000 Euro gefördert. Die Projekte können einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro erhalten.

(Marine Meunier/L'essentiel)

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