In Luxemburg – «Kunden sollten nicht in der Öffentlichkeit kiffen»

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In Luxemburg«Kunden sollten nicht in der Öffentlichkeit kiffen»

LUXEMBURG – Das Großherzogtum hat den Konsum von medizinischem Cannabis erlaubt. Cannabinoid mit psychoaktiven Eigenschaften bleibt weiterhin verboten.

Im Falle einer polizeilichen Kontrolle können CBD-Produkte beschlagnahmt und Strafen ausgesprochen werden.

Im Falle einer polizeilichen Kontrolle können CBD-Produkte beschlagnahmt und Strafen ausgesprochen werden.

Cannabis ist in Luxemburg für den medizinischen Gebrauch zugelassen. Die Legalisierung von Cannabinoid-basierten Produkten zielt darauf ab, Schmerzen von Patienten mit chronischen Krankheiten zu reduzieren. Cannabis als Rauschmittel ist allerdings weiterhin verboten. Doch wie sieht die Strafverfolgung dahingehend nun aus? «Da es sich um ein legales Produkt ohne psychoaktive Wirkung handelt, ist das Rauchen von CBD erlaubt. Dennoch muss sich der Verbraucher darüber bewusst sein, dass die Polizei Kontrollen durchführt und die Produkte im Zweifelsfall auch beschlagnahmt», erklärt ein Sprecher der Polizei.

Für die Beamten ist es auf den ersten Blick unmöglich festzustellen, ob ein Joint tatsächlich THC (Cannabinoid mit psychoaktiven Eigenschaften) enthält: «Deswegen führen wir Drogentests durch.» Im Zweifelsfall wird «das Produkt beschlagnahmt und an das Laboratoire national geschickt. Die Analyse bestimmt das Produkt. Vor Gericht ist die Analyse allein schon aussagekräftig», erklärt die Polizei weiter.

Manuel Mekideche, Inhaber der Greenplace-Läden, die medizinisches Cannabis verkaufen, rät seinen Kunden «sich nicht öffentlich mit Cannabis zu zeigen. Für die Polizei ist es schwierig, den Unterschied zu erkennen. Wir haben daher Verständnis dafür, dass sie regelmäßig Kontrollen durchführen.»


(Ana Martins/L’essentiel)

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