TikTok: «Labello Challenge» und «Huggy Wuggy» – Diese Trends bereiten Sorgen
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TikTok«Labello Challenge» und «Huggy Wuggy» – Diese Trends bereiten Sorgen

LUXEMBURG – TikTok ist auch in Luxemburg sehr beliebt. Durch den Erfolg des Videoportals werden aber auch hierzulande immer mehr User mit mitunter gefährlichen Challenges konfrontiert.

von
Marine Meunier
Einige Tiktok-Videos sind für Kinder nicht geeignet.

Einige Tiktok-Videos sind für Kinder nicht geeignet.

Stocksy

Das Videoportal TikTok ist bei Jugendlichen sehr beliebt. Während einige davon harmlos sind, können andere makaber sein. Dies ist beispielsweise bei der «Labello Challenge» der Fall. Ursprünglich bestand das Ziel darin, einen Mitschüler oder eine Mitschülerin zu küssen und die Sorte der Lippenpflege zu erraten. Mittlerweile geht es darum, den Lippenbalsam aufzutragen und ein Stück davon abzuschneiden, wenn man unglücklich ist. Ist der Stift komplett verschwunden, sollen sich die Teilnehmer das Leben nehmen.

Ein weiteres beunruhigendes neues Phänomen, sind TikTok-Videos, in denen die die Videospielfigur «Huggy Wuggy», ein großes blaues Plüschtier mit spitzen Zähnen und langen Armen, vorkommt. Kinder werden über die Videos mit der gruseligen Figur konfrontiert. Sie singt in einer besonders beunruhigenden Art und Weise und ruft mit ihren Liedtexten zu Gewalt und zum Suizid auf.

Eltern können Inhalte einschränken

In Luxemburg wurden bisher noch keine Selbstmordversuche im Zusammenhang mit diesen Challenges dokumentiert. Beobachtet werden die Videos aber mit Sorge. «Wir sind über die neuesten Trends auf dem Laufenden. Man muss bei solchen Challenges wachsam sein», sagt Jeff Kaufmann, Experte und Projektbeauftragter bei Bee Secure. ««Letztes Jahr hatten wir viele Anrufe zu Challenges, die auf die Serie ‹Squid Game› zurückgehen», sagt er.

Um das Risiko zu verringern, ist die Kommunikation mit den Jugendlichen für Bee Secure von entscheidender Bedeutung. «Man sollte Kindern TikTok nicht verbieten, sondern die Inhalte erklären und ihnen zeigen, wie man sich richtig im Internet bewegt», rät der Projektbeauftragte. Eine Funktion von Tiktok ermöglicht es Eltern, die Nutzung der App auf den Geräten der Kinder über ihr eigenes Smartphone zu begrenzen. Über den sogenannten «Begleiteten Modus» können Eltern eine Nutzungszeit zwischen 40, 60, 90 und 120 Minuten am Tag sowie Filter festgelegen.

Bei Fragen steht die Helpline von Bee Secure Kindern und Eltern unter der Telefonnummer 8002 1234 zur Verfügung.

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