Luxemburg – Lage an den Tankstellen normalisiert sich vorerst

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LuxemburgLage an den Tankstellen normalisiert sich vorerst

LUXEMBURG – Die Situation an den Tankstellen im Großherzogtum scheint sich nach einem angespannten Wochenende langsam wieder einzupendeln.

In Luxemburg gibt es 240 Tankstellen – einige davon klagten in der vergangenen Woche über Engpässe bei der Versorgung mit Benzin und Diesel.

In Luxemburg gibt es 240 Tankstellen – einige davon klagten in der vergangenen Woche über Engpässe bei der Versorgung mit Benzin und Diesel.

Editpress/Isabella Finzi

«Die Versorgungslage an den Tankstellen ist an diesem Montag etwas weniger angespannt als vergangenen Freitag. Aber letztendlich alles kann sich von Stunde zu Stunde ändern», erklärt Jean-Marc Zahlen, Generalsekretär der Groupement pétrolier luxembourgeois (GPL).

Am Wochenende hat sich die Anspannung bei den Mineralöl-Importeuren des Landes bereits gelegt. Um das Risiko eines Engpasses vor allem an den Tankstellen in Grenznähe zu vermeiden, hatte das Wirtschaftsministerium Ausnahmen gewährt.

So wurde den Importeuren ausnahmsweise erlaubt, auf die Sicherheitsreserven des Landes zurückzugreifen, die für acht Tage kalkuliert sind. «Seit dem 2. November haben neun Importeure einen Antrag auf eine Ausnahmeregelung gestellt. Fünf davon sind noch aktiv», erklärt Paul Zenners, Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

Autofahrer können erst mal aufatmen

Sowohl auf GPL-, als auch auf Ministeriumsebene ist es schwierig, genau abzuschätzen, wie viele der 240 Tankstellen im Land von den Versorgungsschwierigkeiten betroffen sind. «Wir wissen jedoch mit Sicherheit, dass keine Tankstelle wirklich leer war», ergänzt Zenner.

Die wichtigsten Akteure der Branche werden die Aktionen der «Gilets jaunes» in Belgien «sehr genau» verfolgen, schließlich lagert Luxemburg einen großen Teil seiner Reserven in der Wallonie.

Solange es keine dramatischen Entwicklungen geben wird, können Autofahrer aber erst mal aufatmen. Es besteht keine Notwendigkeit für Hamsterkäufe, die Kanister können in der Garage bleiben.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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