Großregion: Lage in Kinderarztpraxen in Rheinland-Pfalz angespannt wegen RS-Virus

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GroßregionLage in Kinderarztpraxen in Rheinland-Pfalz angespannt wegen RS-Virus

MAINZ – Praxen und Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz kommen an ihre Grenzen wegen der starken Zunahme von Infektionen mit RSV. Vor allem Kinder unter vier Jahre seien betroffen.

A five (5) year old boy is seated on an examination table at a doctor's office. He is smiling and is happy to see his doctor for a check up. His doctor is using a stethoscope on his chest to examine his heart.

Das Robert Koch-Institut berichtet bundesweit von einer starken Zunahme von Infektionen mit RSV. (Symbolbild)

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Die hohe Zahl an Virusinfekten bei Kindern beschäftigt auch die Mediziner in Rheinland-Pfalz. Der Landesverband der Kinder- und Jugendärzte in Rheinland-Pfalz bezeichnet die Situation in den Praxen und Krankenhäusern als angespannt. Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) bei Kleinkindern würden momentan eine große Rolle spielen, erklärte der Verband. Konkrete Zahlen zu der Situation in den Krankenhäusern liegen dem Berufsverband allerdings nicht vor. Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz kann ebenfalls keine konkreten Zahlen zu der Lage im Bundesland nennen.

Für Rheinland-Pfalz zeigte das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) am Dienstag ein durchwachsenes Bild. In vier der zehn gemeldeten Krankenhaustandorten mit kindermedizinischen Schwerpunkt waren in Teilbereichen keine Intensivplätze mehr verfügbar. Zur konkreten Situation in der Kinderintensivmedizin will die Divi in dieser Woche in Hamburg detailliertere Infos vorlegen.

Das Robert Koch-Institut berichtet bundesweit von einer starken Zunahme von Infektionen mit RSV. Besonders Kinder bis vier Jahre würden immer häufiger deswegen in Krankenhäusern behandelt. Auch in den Altersgruppen bis 14 Jahre liegen die Werte laut RKI auf einem sehr hohen Niveau. Der Erreger kann eine einfache Atemwegsinfektion auslösen, bei Risikopatienten wie Frühgeborenen aber auch lebensgefährlich sein.

(DPA)

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