Landwirtschaft – Land will auf Gen-Weizen und Co. verzichten

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LandwirtschaftLand will auf Gen-Weizen und Co. verzichten

KOERICH – Die Landwirtschaft Luxemburgs soll ohne Gentechnik auskommen. Das betonte Gesundheitsminister Di Bartolomeo bei der Veranstaltung «Zukunft säen».

83 Prozent der Luxemburger lehnen laut einer TNS-ILReS-Studie gentechnisch veränderte Kulturen ab. Einige von ihnen kamen am Sonntag nach Koerich, um ein Zeichen zu setzen.

83 Prozent der Luxemburger lehnen laut einer TNS-ILReS-Studie gentechnisch veränderte Kulturen ab. Einige von ihnen kamen am Sonntag nach Koerich, um ein Zeichen zu setzen.

«Luxemburg kann als Beispiel dienen und die Politik in der Großregion und in Europa im Hinblick auf eine gentechnikfreie Landwirtschaft beeinflussen», sagte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo (LSAP) am Sonntag bei der Veranstaltung «Zukunft säen» in Windhof. Verschiedene Umweltverbände hatten dazu eingeladen, auf einem Feld gentechnikfreie Körner auf der Erde auszuteilen.

Nach Ansicht von Di Bartolomeo versuchen Lobbyisten dahingehend zu wirken, dass durch politische Entscheidungen der Einsatz von genmanipulierten Kulturen erlaubt wird. «Wir müssen die Verbotsregelungen schneller durchsetzen, eine Mehrheit finden und eine luxemburgische gentechnikfreie Landwirtschaft definieren», sagte der Minister, der sich stolz zeigte angesichts der guten Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und der Regierung. So haben sich 89 Gemeinden in Luxemburg der Initiative «Kommune ohne genetisch veränderte Organismen (GVO)» angeschlossen.

An kommende Generationen denken

Die Veranstaltung «Zukunft säen», organisiert vom Demeter-Bond Lëtzebuerg, BioLABEL, der Lëtzebuerger Saatbaugenossenschaft und der Initiative «Luxembourg sans OGM» («Luxemburg ohne GVO») fand zum dritten Mal statt. «Wir drücken auf diese Weise unsere Zustimmung zur nachhaltigen, gentechnikfreien Landwirtschaft, den Umweltschutz, die Gesundheit und die Biodiversität aus», erklärte Maurice Losch von «Luxembourg sans OGM». Er unterstrich, dass es wichtig sei, an nachkommende Generationen zu denken: «Das Ansteckungsrisiko ist sehr hoch sobald künstliche Kulturen einmal eingeführt worden sind».

L'essentiel Online/Nora Weis

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