Haftbarkeit – Laschet will Tönnies für Corona-Ausbruch belangen
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HaftbarkeitLaschet will Tönnies für Corona-Ausbruch belangen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will die Haftbarkeit des Fleischproduzent Tönnies für den Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh prüfen.

Die Stadt Verl hat nach positiven Corona-Tests bei zahlreichen Tönnies-Mitarbeitern Quarantäne für einige Wohnhäuser in einer Siedlung im Stadtteil Sürenheide angeordnet.

Die Stadt Verl hat nach positiven Corona-Tests bei zahlreichen Tönnies-Mitarbeitern Quarantäne für einige Wohnhäuser in einer Siedlung im Stadtteil Sürenheide angeordnet.

DPA/David Inderlied

1500 positiven Corona-Tests in einem Schlachtbetrieb, ganze Wohnblöcke in Quarantäne und Landkreise im Lockdown: Deshalb lässt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet die Haftbarkeit des Fleischproduzenten Tönnies für den Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh prüfen. Zur Frage, ob das Unternehmen haftbar zu machen ist, sagte Laschet dem RedaktionsNetzwerk Deutschland am Freitag: «Es wird derzeit sehr genau geprüft, ob und gegen welche Regeln das Unternehmen verstoßen hat und wo es in Haftung genommen werden kann.» Laschet betonte, er sehe Tönnies in der Verantwortung.

Der Ministerpräsident verteidigte seine Regierung gegen die Kritik, zu spät gegen die Arbeitsweise der Fleischfirma vorgegangen zu sein. «Die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen waren bekannt», sagte Laschet dem RND. «Rot-Grün hat die Werkverträge eingeführt, die zum Problem geworden sind. Unser Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich hier als einziger mit wirklichem Nachdruck für eine Änderung eingesetzt.» Für eine gesetzliche Änderung habe es jedoch keine Mehrheit gegeben, so Laschet. «Das muss man nüchtern einräumen.»

(L'essentiel/dpa)

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