Schneechaos in Österreich – Lawinen und Neuschnee sorgen in Alpen für Chaos

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Schneechaos in ÖsterreichLawinen und Neuschnee sorgen in Alpen für Chaos

In den Alpen sind immense Mengen an Neuschnee gefallen. Mehrere Gemeinden in Tirol und Kärnten sind von der Außenwelt abgeschnitten.

In Osttirol und Oberkärnten in Österreich sowie in der italienischen Region Trentino-Südtirol herrscht die höchste Lawinenwarnstufe. «Auf den Bergen dort hat es von Freitag bis Sonntag zwischen 150 und 300 Zentimeter Neuschnee gegeben», sagte Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von Wetter Online, zur Nachrichtenagentur SDA.

Wie gefährlich die Situation ist, zeigte sich bereits am Sonntag: Im Gemeindegebiet von Hopfgarten im Defereggen in Osttirol sorgte eine Lawine für Verwüstung. Im Bereich des sogenannten Staudenbachs ging eine Nassschneelawine samt Schlamm in Richtung des bewohnten Gebiets nieder.

1400 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Lawine beschädigte vier Häuser schwer, nachdem Schnee- und Schlamm in die Keller und Erdgeschosse eindrang. Ein Fahrzeug wurde ebenfalls mitgerissen und beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Personen wurden keine verletzt, die Bewohner konnten in ihren Häusern in den oberen Stockwerken bleiben. Das Schadensausmaß steht derzeit noch nicht fest.

Da der Schulweg aufgrund der Lawinensituation zu gefährlich ist, blieben in Osttirol die Schulen am Montag geschlossen. Rund 1400 Feuerwehrleute standen seit Sonntagmorgen im Einsatz.

Stromausfälle in mehreren Gemeinden

Der Schnee war zeitweise sehr nass, sodass immer wieder Bäume unter der Last zusammengebrochen sind und teilweise Stromleitungen unterbrochen haben. Aus immer mehr Regionen werden Stromausfälle gemeldet. Viele Straßen und Pässe sind wegen umgestürzter Bäume, Schnee und der hohen Lawinengefahr gesperrt.

Mehrere Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten. Unter anderen die Gemeinden Gries und Obernberg in Tirol sind nicht mehr erreichbar. Auch in Kötschach-Mauthen in Kärnten sind 60 Menschen in sechs Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Wetterstation in Lienz hat seit Freitag bereits mehr als 250 Liter Schnee pro Quadratmeter registriert. «In so kurzer Zeit ist dies ein neuer Rekord», so Meteorologe Björn Goldhausen. Nach kurzer Pause soll es am Dienstag in der Region erneut schneien.

(L'essentiel/Karin Leuthold)

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