Bundesliga – Leipzig weiter stark, HSV im freien Fall

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BundesligaLeipzig weiter stark, HSV im freien Fall

Aufsteiger Leipzig sorgt in der Bundesliga weiter für Furore, die erwarteten Bayern-Verfolger schwächeln dagegen. Die Lage beim Hamburger SV wird immer dramatischer.

Leipzig's players celebrate after Leipzig's Austrian midfielder Marcel Sabitzer scored the 1-0 during the German first division Bundesliga football match between SV Darmstadt 98 and RB Leipzig in Darmstadt, central Germany, on October 29, 2016. / AFP PHOTO / DANIEL ROLAND / RESTRICTIONS: DURING MATCH TIME: DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE TO 15 PICTURES PER MATCH AND FORBID IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO. == RESTRICTED TO EDITORIAL USE == FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050

Leipzig's players celebrate after Leipzig's Austrian midfielder Marcel Sabitzer scored the 1-0 during the German first division Bundesliga football match between SV Darmstadt 98 and RB Leipzig in Darmstadt, central Germany, on October 29, 2016. / AFP PHOTO / DANIEL ROLAND / RESTRICTIONS: DURING MATCH TIME: DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE TO 15 PICTURES PER MATCH AND FORBID IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO. == RESTRICTED TO EDITORIAL USE == FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050

AFP/Daniel Roland

Nicht Dortmund, nicht Leverkusen, nicht Schalke – der erste Bayern-Jäger in der Fußball-Bundesliga bleibt RB Leipzig. Beim deutschen Rekordmeister, der den zweiten Derbysieg gegen Augsburg innerhalb von vier Tagen feierte, wird der Höhenflug des Aufsteigers anerkennend registriert. «Es ist doch okay, wir wollen doch Emotionen im Fußball. Sie lassen nicht locker», meinte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Mit dem 2:0-Erfolg in Darmstadt kam der weiterhin unbesiegte Tabellenzweite schon zum sechsten Sieg im neunten Spiel. «Wir sind gut beraten, dass wir mit beiden Beinen schön am Boden bleiben. Bayern ist sowieso eine andere Liga», betonte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl.

Sollte die Konstellation so bleiben, kommt es am letzten Spieltag des Jahres zum Duell der beiden punktbesten Teams. «Das interessiert momentan niemand, was Mitte Dezember ist», sagte Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick, der eine ähnliche Situation vor acht Jahren mit 1899 Hoffenheim als Trainer erlebte. Der damalige Aufsteiger bot den Bayern lange Zeit Paroli und wurde sogar Herbstmeister.

Bayern-Duo glänzt, Hoffenheim neuer Dritter

Doch der große Titelfavorit unterstrich seine Ansprüche vor dem Champions-League-Duell mit der PSV Eindhoven am Dienstag. Beim 3:1 in Augsburg glänzten die beiden Offensivspieler Robert Lewandowski und Arjen Robben, die sich alle drei Treffer gegenseitig auflegten - was nicht immer selbstverständlich war. «Wir haben schon gesprochen, dass wir mehr zusammenspielen. Davon hat jeder profitiert», verriet Lewandoswki. Robben freut sich auf die Rückkehr nach Eindhoven. «Ich habe zwei schöne Jahre dort gehabt, die wichtig für meine Karriere waren», sagte der Niederländer.

1899 Hoffenheim hat sich am Sonntag in der Bundesliga-Spitzengruppe festgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann bezwang Hertha BSC mit 1:0 (1:0). Die Kraichgauer kletterten mit dem fünften Sieg in Serie auf den dritten Tabellenplatz. Der HSV bleibt indes im siebten Spiel in Serie ohne Torerfolg in der Bundesliga. Die Hanseaten verlieren in Köln mit 0:3. Anthony Modeste trumpfte mit einem Hattrick auf

Die Konkurrenz aus Dortmund, Leverkusen und Schalke hat die Bayern indes vorerst aus den Augen verloren. Nach einem spielerisch enttäuschenden Revierderby zwischen dem BVB und den schlecht gestarteten Schalkern waren nur die Gäste mit dem 0:0 zufrieden. «Wir sind dabei, das Ding zu drehen. Noch fehlen uns aber Siege», sagte Manager Christian Heidel. Die nun schon viermal sieglosen Dortmunder wollten bei acht Punkten Rückstand auf die Spitze von einer Krise nichts wissen. Man hinke in der Liga etwas hinterher, befand BVB-Profi Matthias Ginter.

Gladbach «ausgebrannt»

Auch bei Borussia Mönchengladbach sind die Zeiten des Champagner-Fußballs vorerst vorbei. Mit dem 0:0 gegen Frankfurt blieb das Team zum vierten Mal ohne Sieg. «Die Mannschaft ist relativ ausgebrannt», sagte Sportdirektor Max Eberl.

Mit einem Sieg zur rechten Zeit hat sich Bayer Leverkusen gefangen. Die Diskussionen um Trainer Roger Schmidt, der zum zweiten Mal wegen seiner Sperre nicht auf der Bank saß, dürften sich damit vorerst erledigt haben. Allerdings sicherte sich die Bayer-Elf den 2:1-Erfolg beim VfL Wolfsburg erst in der Schlussphase. Damit bleibt Valérien Ismael ein Trainer auf Abruf beim VfL. Die Profis wurden nach der Partie von einer Fanblockade überrascht und mussten sich beschimpfen lassen. Erst nach Diskussionen und einer Ansprache von Kapitän Diego Benaglio beruhigte sich die Lage.

Immer schwieriger wird es für den FC Ingolstadt. Nach neun Spielen ohne Sieg – saisonübergreifend sogar schon 14 - steht Trainer Markus Kauczinski vor seiner härtesten Prüfung. Auch nach dem 0:2 beim FSV Mainz erhält der Coach Rückendeckung von seinem Club. «Wir versuchen gemeinsam, aus der Misere herauszukommen», erklärte Sportdirektor Thomas Linke.

Bundesliga, 9. Runde

Wolfsburg - Bayer Leverkusen 1:2 (1:0).
Augsburg - Bayern München 1:3 (0:2).
Dortmund - Schalke 0:0
Darmstadt - Leipzig 0:2 (0:0)
Mainz - Ingolstadt 2:0 (0:0)
Werder Bremen - Freiburg 1:3 (0:2)

Sonntag:
Hoffenheim - Hertha BSC 1:0 (1:0)
Köln - HSV 3:0 (0:0)

Tabelle:
1. Bayern München 9 23:5 23
2. RB Leipzig 9 17:6 21
3. 1899 Hoffenheim 9 17:10 19
4. 1. FC Köln 9 16:6 18
5. Hertha BSC 9 14:10 17
6. Borussia Dortmund 9 20:10 15
7. Eintracht Frankfurt 9 13:8 15
8. SC Freiburg 9 13:13 15
9. FSV Mainz 05 9 16:15 14
10. Bayer Leverkusen 9 13:13 13
11. Bor. Mönchengladbach 9 10:12 12
12. FC Schalke 04 9 10:11 8
13. FC Augsburg 9 8:14 8
14. Darmstadt 98 9 8:17 8
15. Werder Bremen 9 11:24 7
16. VfL Wolfsburg 9 6:13 6
17. FC Ingolstadt 04 9 7:19 2
18. Hamburger SV 8 2:15 2

(L'essentiel/dpa)

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