Sternschnuppennacht – Leoniden ziehen über Luxemburger Nachthimmel

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SternschnuppennachtLeoniden ziehen über Luxemburger Nachthimmel

LUXEMBURG – Sternschnuppenjäger aufgepasst: Am Wochenende zieht ein Meteorschauer übers Großherzogtum hinweg. Nachtschwärmer könnten etwas von dem Schauspiel zu sehen bekommen.

Sternschnuppen-Fans können am Wochenende auf ihre Kosten kommen. Dann ziehen die Leoniden über Luxemburg.

Sternschnuppen-Fans können am Wochenende auf ihre Kosten kommen. Dann ziehen die Leoniden über Luxemburg.

Leser Reporter

Am Wochenende gehen vielleicht ein paar Wünsche in Erfüllung. Zumindest, wenn man es schafft, zwischen 3 und 6 Uhr morgens draußen zu sein und einen Blick in den Nachthimmel zu werfen. Denn von Samstag, 17., auf Sonntag, 18. November, zieht der alljährliche Leonidenschauer über die Erde hinweg. Und mit etwas Glück spielt das Wetter sogar mit wie Sven Rock von der Wetter-Website Meteo Remich sagt: «Es müsste eigentlich klarer und tagsüber sonniger werden, da sich aktuell ein Hochdruckgebiet in Richtung Norden bewegt», sagt der 25-Jährige.

Die letzten Tage sprechen allerdings eher gegen freie Sicht. Größtenteils hält sich ein dichter Nebel über den Tag. Und «da Bodennebel sehr schwer vorherzusagen ist, kann man nie zu 100 Prozent ausschließen, dass Nebel aufkommt», erklärt Rock. In der Nacht zum Samstag werde aktuell noch mit etwas Nebel gerechnet. «Sonntagnacht soll dagegen klar sein.» Schaulustige, die ihr Glück versuchen möchten, sollten zudem auf warme Kleidung achten, denn laut Wetterberichten sollen die Temperaturen in den nächsten Tagen fallen.

Bis zu 15 Sternschnuppen pro Stunde

Von Dienstag an zogen die Leoniden über den Himmel, doch am aktivsten ist der Meteorschwarm, der aus Richtung des Sternbild Löwe kommt (daher auch der Name), am Wochenende. Experten rechnen mit bis zu zehn oder 15 Sternschnuppen pro Stunde. Weniger als letztes Jahr, in dem es 25 pro Stunde waren: «Anders als beispielsweise bei den Persiden ist bei den Leoniden nicht so ganz klar, wie viel man eigentlich zu Gesicht bekommen wird.» Das liege laut Rock an dem Meteorfeld selbst, das seinen Ursprung in der Trümmerwolke eines Kometen hat: Das Feld bewege sich, daher gebe es Jahre mit mehr und welche mit weniger sichtbaren Meteoren.

Wer die Leoniden verpasst, muss nicht lange auf die nächste Gelegenheit zum Sternschnuppen-Gucken warten. In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember wird das Maximum der Geminiden erwartet, die aktiver sind als die Leoniden. Stündlich könnten dann bis zu 120 Sternschnuppen über den Himmel huschen. Es wird allerdings eine arbeitnehmerunfreundlichere Nacht von Donnerstag auf Freitag sein – und ob das Wetter dann wieder mitspielt, weiß auch noch niemand.

(sb/L'essentiel/dpa)

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