Neu-Delhi – Leopard in der City - sechs Verletzte

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Neu-DelhiLeopard in der City - sechs Verletzte

Ein Leopard hat im Zentrum der indischen Stadt Karad eine Panik ausgelöst. Er fiel sechs Personen an, bevor ihn ein Polizist erschoss.

Niemand weiß, wieso der Leopard plötzlich inmitten von Karad auftauchte. Offenbar hatte sich die Großkatze in der Nacht auf Sonntag beim Jagen in die 60 000 Einwohner zählende Stadt verirrt. Als sie am nächsten Morgen immer noch durch die Gassen streunte, brach Panik aus.

Mutige Anwohner versuchten daraufhin erfolglos, den jungen Leopard mit Bambusrohren und Stöcken zu vertreiben. Stattdessen trieb die Menge das Tier in ein Haus, wo es sich zuerst versteckte. Dann machte der Leopard plötzlich einen Satz nach vorne und griff Menschen an. «Wir haben uns in der Nähe des Hauses versammelt. Einige Leute schmissen Steine nach ihm. Dann kam er raus und begann, uns zu attackieren», sagte Anwohner Vasant Devdige der Zeitung «Pune Mirror». Der wild gewordene Leopard griff sechs Menschen an und verletzte sie. Als vier Polizisten hinzukamen, war es um das Leben des Tieres geschehen: Polizei-Inspektor Vikas Dhas schoss dem Leoparden aus nächster Nähe in den Kopf. «Als es so aussah, als ob er einen Menschen töten würde, hatte ich keine andere Wahl, als in zu erschießen.»

Dass Leoparden Menschen angreifen, ist selten. Die berühmteste menschenfressende Raubkatze war der Leopard von Rudraprayag aus Indien: Er soll ­zwischen 1916 und 1925 über 125 Pilger getötet haben.

(20min.ch/lh)

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