Wehrpflicht Deutschland – Letzte Einberufung in die Armee

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Wehrpflicht DeutschlandLetzte Einberufung in die Armee

Historischer Tag für die Geschichte der Wehrpflicht in Deutschland: Am heutigen Montag werden zum letzten Mal junge Männer auch gegen ihren Willen zur Bundeswehr eingezogen.

Nach mehr als 50 Jahren Wehrpflicht werden am heutigen Montag letztmals junge Männer- auf dem Foto Rekruten in Münster- regulär zum Dienst an der Waffe eingezogen. (Bild: dpa)

Nach mehr als 50 Jahren Wehrpflicht werden am heutigen Montag letztmals junge Männer- auf dem Foto Rekruten in Münster- regulär zum Dienst an der Waffe eingezogen. (Bild: dpa)

Ab dem 3. Januar wird die deutsche Bundeswehr zur Freiweilligen-Armee: Ab diesem Tag werden nur noch Freiwillige eingestellt.

Gesetzlich hätte die Bundeswehr bis zum 1. Juli die Möglichkeit, junge Männer auch gegen ihren Willen einzuziehen. Ab dann ist die Wehrpflicht ausgesetzt.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg rechnet mit 7000 bis 15 000 Freiwilligen im Jahr. Derzeit gibt es rund 28 500 Grundwehrdienstleistende und 23 300 freiwillig länger Dienende. Die Bundeswehr soll künftig 170 000 Berufs- und Zeitsoldaten haben. Derzeit dienen etwa 240 000 Soldaten.

(dpa)

Afghanistan-Einsatz der Saarlandbrigade

Die saarländische Brigade der deutschen Bundeswehr startet Dienstag, einen Tag später als ursprünglich geplant, zu ihrem bisher größten Auslandseinsatz nach Afghanistan. Die 650 Angehörigen der Luftlandebrigade 26 fliegen von Köln aus in Richtung Hindukusch. Sie sollen im kommenden halben Jahr in den Regionen Kundus und Masar-i-Scharif für den Schutz der Bevölkerung sorgen und das einheimische Militär schulen. Der Einsatz birgt besondere Gefahr, da die Soldaten afghanische Kameraden im Einsatz begleiten sollen. Am Hindukusch starben in den vergangen neun Jahren 45 Bundeswehr-Angehörige, fünf davon gehörten der Saarlandbrigade an. (dpa)

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