Saarbrücken – Liegestützen auf Altar führen vor Gericht

Publiziert

SaarbrückenLiegestützen auf Altar führen vor Gericht

SAARBRÜCKEN – Wegen eines umstrittenen Videoprojekts mit Turnübungen in einer katholischen Kirche muss sich der Künstler Alexander Karle vor Gericht verantworten.

In Putins Russland landete die Künstlerinnentruppe «Pussy Riot» wegen ihrer schrägen Aktionen in Kirchen im Arbeitslager. Alexander Karle käme zwar etwas besser weg - will sich aber auch 700 Euro Strafe für diese Performance (Bild) nicht gefallen lassen.

In Putins Russland landete die Künstlerinnentruppe «Pussy Riot» wegen ihrer schrägen Aktionen in Kirchen im Arbeitslager. Alexander Karle käme zwar etwas besser weg - will sich aber auch 700 Euro Strafe für diese Performance (Bild) nicht gefallen lassen.

DPA/Video Pressure to Perform/ Alexander Karle/dpa

Wegen eines umstrittenen Videoprojekts mit Turnübungen in einer katholischen Kirche muss sich der Künstler Alexander Karle jetzt erneut vor Gericht verantworten: Am 10. Juli beginnt vor dem Landgericht in Saarbrücken der Berufungsprozess gegen den 39-Jährigen, wie die Behörde mitteilte.

Das Amtsgericht Saarbrücken hatte den Mann Mitte Januar wegen Störung der Religionsausübung und Hausfriedensbruchs schuldig gesprochen. Karle hatte Liegestütze auf dem Altar der katholischen Basilika St. Johann gemacht und sollte dafür eine Strafe in Höhe von 700 Euro zahlen. «An diesem Tag wurde eine Grenze überschritten», so die Vorsitzende Richterin damals.

Der Künstler hatte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur noch im Gerichtssaal Berufung gegen das Urteil angekündigt. Bei seiner Darstellung habe es sich um Kunst und nicht um eine Aktion gegen die Kirche gehandelt.

Ein Video seiner Aktion mit dem Namen «Pressure to Perform» («Leistungsdruck»), das im vergangenen Jahr in einem Schaufenster zu sehen war, ist heute erneut in Saarbrücken zu sehen.

(L’essentiel/dpa)

Deine Meinung