Konzert: Little Simz begeistert die Rockhal

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KonzertLittle Simz begeistert die Rockhal

ESCH/BELVAL – Die britische Rapperin hat am Dienstagabend in der Rockhal die ganze Bandbreite ihres Talents gezeigt.

von
Cedric Botzung
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L'essentiel/Vincent Lescaut

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«Lussembush!»: alleine zu hören, wie Little Simz den Namen des Landes auf luxemburgische Art ausspricht, war am Dienstagabend einen Besuch wert. Ihr neuestes Album trägt den Titel «Sometimes I Might Be Introvert», und das ist kein Zufall. Zu Beginn ihrer Show hielt die Londoner Rapperin ihre Deckung, öffnete sich dann aber nach und nach und gab schließlich alles preis, voller Ehrlichkeit dankte sie ihren Fans und gab ihnen in aller Bescheidenheit Ratschläge. Die Britin begab sich während «101 FM» sogar mitten ins Publikum.

Simbi Ajikawo, die im Oktober für ihr letztes Album mit dem renommierten «Mercury Prize» ausgezeichnet wurde, stellte ihr ganzes Talent unter Beweis. Nur von ihrem DJ unterstützt – ein paar Musiker wären jedoch auch schön gewesen – legte Little Simz ihren facettenreichen Flow auf die vielfältigen und eindringlichen Produktionen des genialen Inflo, ihres treuen Produzenten und Erschaffer des phänomenalen Sault-Projekts.

Das letzte Album der Londonerin, das Rap, Soul sowie afrikanische und karibische Klänge vermischte, stand weitgehend im Mittelpunkt, von «I Love You, I Hate You» über das epische «Introvert» bis hin zum Elektro-Funk «Protect my Energy». Little Simz variierte die Stimmungen und beleuchtete auch den Hit ihres vorherigen Albums, «Selfish», zusammen mit der Stimme der Neo-Soul-Göttin Cleo Sol. Letztere war auch bei der Zugabe «Woman» zu hören, bevor das britische Wunderkind den Abend mit dem bislang unveröffentlichten Song «Venom» abschloss. 

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