Zoo Leipzig – Löwin Kigali hat ihre beiden Jungen gefressen
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Zoo LeipzigLöwin Kigali hat ihre beiden Jungen gefressen

Im Zoo in Leipzig hat eine Löwenmutter ihre zwei Tage alten Babys nacheinander vollständig gefressen. Tierexperten sind ratlos.

Traurige Nachricht aus dem Leipziger Zoo: Die erst vergangenen Freitag geborenen Löwenbabys sind tot. Mutter Kigali habe sie am Montagabend nach der Fellpflege nacheinander vollständig gefressen, teilte der ostdeutsche Tierpark am Dienstag auf seiner Facebook-Seite mit.

Seit der Geburt habe sich die Löwin zunächst intensiv um ihren ersten Nachwuchs gekümmert. Mutter und Welpen ging es den Angaben nach «augenscheinlich gut». «Bis gestern Abend hatte Kigali alles richtig gemacht und sich intensiv um ihren ersten Nachwuchs gekümmert. Wir sind geschockt und können es nicht erklären», sagte Bereichsleiter Jens Hirmer.

Das Phänomen nennt man Kronismus

Möglich sei, dass die Unerfahrenheit der Löwin oder die Entwicklung der Jungtiere eine Rolle gespielt habe. Das Phänomen wird Kronismus genannt. Derartiges Verhalten kommt in der Natur vor, etwa wenn Jungtiere geschwächt oder krank sind.

Da eine Obduktion nicht mehr möglich ist, werden die Hintergründe unklar bleiben, wie eine Sprecherin des Zoos sagte. Bei Wildtieren komme ein solches Verhalten immer wieder vor – «gerade bei Erstgebärenden», hieß es.

Löwin frisst normal weiter

Der Löwin gehe es gut, sie mache einen ruhigen Eindruck. «Sie hat gestern im Laufe des Tages auch bereits wieder regulär gefressen», teilte der Zoo weiter mit. In den kommenden Tagen soll Kigali ihre Mutterstube verlassen und sich wieder ein Gehege mit dem Löwen Majo teilen.

Der Zoo hatte die Geburt am Montag bekanntgegeben und ein erstes Foto der Jungen veröffentlicht. Ein dritter wurde tot geboren. Seit 15 Jahren hatte es in dem Zoo bis dahin keine Löwengeburt mehr gegeben.

(L'essentiel/kle/sda)

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