Luxemburg: Lohnt es sich, selbst Strom zu produzieren?

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LuxemburgLohnt es sich, selbst Strom zu produzieren?

LUXEMBURG – Die Installation von Sonnenkollektoren auf dem eigenen Haus erfordert Investitionen. Bis diese sich bezahlt machen, dauert es aber. Zwei Einwohner berichten.

von
Olivier Loyens
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Antonio Monteiro hat nicht daran gedacht, Solarzellen auf dem Dach seines Hauses zu installieren.

Antonio Monteiro hat nicht daran gedacht, Solarzellen auf dem Dach seines Hauses zu installieren.

Vincent Lescaut/L'essentiel
Sein Onkel habe ihn überredet. Und als er vor drei Jahren in sein Haus einzog, ließ er 54 Solarpaneele auf dem Dach anbringen.

Sein Onkel habe ihn überredet. Und als er vor drei Jahren in sein Haus einzog, ließ er 54 Solarpaneele auf dem Dach anbringen.

Vincent Lescaut/L'essentiel
Bei Landwirt Pierre Birkel, der einen Kilometer entfernt wohnt, sind die Dimensionen etwas größer.

Bei Landwirt Pierre Birkel, der einen Kilometer entfernt wohnt, sind die Dimensionen etwas größer.

Vincent Lescaut/L'essentiel

Antonio Monteiro hatte selbst nie geplant, Solarzellen auf dem Dach seines Hauses zu installieren. «Ich habe mich von meinem Onkel überreden lassen», erklärt der Beckericher. Als er vor drei Jahren in sein neues Haus einzog, ließ er 54 Solarpaneele auf dem Dach anbringen. «Die Investitionssumme betrug 36.000 Euro», sagt Monteiro, «dafür habe ich eine staatliche Beihilfe in Höhe von 6000 Euro erhalten».

Seitdem zahle er seinen Stromverbrauch (zwischen 250 und 280 Euro pro Monat) selbst. Zudem kaufe ihm der Energieversorger Enovos den überschüssig produzierten Strom ab. Hierfür erhält er regelmäßig Abschlagszahlungen in gleicher Höhe. Es dauert also ein paar Jahre, bis sich die Investition amortisiert hat, doch nach etwa 15 Jahren, gehe die Rechnung auf, so Monteiro.

Bei Landwirt Pierre Birkel, der einen Kilometer entfernt wohnt, ist die Dimension etwas größer. Er hat 600 Photovoltaikmodule auf seinen Dächern. «Es sind vor allem die Transformatoren, die viel Geld kosten», sagt er, «insgesamt habe ich 1,2 Millionen Euro ausgegeben». Birkel erzählt, dass er sich 13 Jahre gedulden müsse, bis sich seine nachhaltige Investition gelohnt habe. «Ich hoffe doch, dass meine Paneele länger als 20 Jahre halten», scherzt er.

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