Pannen-Keeper? – Loris Karius rechnet mit Kritikern ab
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Pannen-Keeper?Loris Karius rechnet mit Kritikern ab

Der Deutsche wird immer wieder mit dem Finale der Champions League 2018 konfrontiert. Nun geht der Torwart in die Offensive und kontert seine Kritiker.

Es ist dieses eine Spiel, das Loris Karius' Karriere wohl immer begleiten wird. Im Finale der Champions League 2018 greift der Torhüter des FC Liverpool gleich zweimal daneben, die Trophäe geht nach Madrid zu den Königlichen. Unter Tränen verlässt Karius den Rasen, entschuldigt sich bei den Fans des FC Liverpool. Die Folge: Der damals 24-Jährige wird zum Buhmann der eigenen Anhänger und zur Lachnummer für gegnerische Fans.

Nun rechtfertigt sich Karius in einem Interview mit der Sportbild. Er sagt: «Im Nachhinein hätte ich öffentlich viel offensiver damit umgehen müssen. Ich hatte nach einem Schlag von Sergio Ramos eine Gehirnerschütterung, durch die mein räumliches Sehen eingeschränkt war.» Und: «Ich habe es nie als Ausrede benutzt. Aber wenn sich Leute darüber lustig machen, dass sich jemand schwer am Kopf verletzt hat, fehlt mir jedes Verständnis.»

Karius vergleicht sich mit Neuer

Mit diesen Aussagen kontert der 26-jährige Deutsche seine Kritiker. Er macht im Interview deutlich: «Mit gerade mal 24 Jahren stand ich im Champions-League-Finale. Unter den aktiven deutschen Torhütern waren sonst nur Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen im Finale.» In der öffentlichen Wahrnehmung seien nach seinen Patzern die wichtigen Paraden auf dem Weg ins Endspiel in Vergessenheit geraten.

Der zweite Ausrutscher: Karius patzte im Finale ein weiteres Mal. (Video: SRF)

Dass er sogar Morddrohungen erhalten habe, habe ihn einerseits schockiert zurückgelassen, sagt er weiter. Andererseits habe er die Drohungen auch nicht ernst nehmen können. Er sagt: «Das sind Leute, die anonym schreiben und in ihrem Profil nicht mal ihr Gesicht zeigen. Ich glaube, wenn die Leute persönlich an mir vorbeigehen, bekommen sie den Mund nicht auf.»

Zurück nach Liverpool?

Wie es mit Loris Karius weitergeht, lässt der Deutsche im Interview offen. Er verweist auf seinen gültigen Vertrag mit Liverpool, der bis 2022 läuft. Sein Leihvertrag bei Besiktas Istanbul endet in diesem Sommer.

(L'essentiel/nih)

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