Anschlag – Lothringer überfährt zwei Polizisten bei Paris

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AnschlagLothringer überfährt zwei Polizisten bei Paris

LUNÉVILLE/COLOMBES - Ein 29-jähriger Mann, der bei Nancy geboren wurde, hat am Montagabend zwei Motorradfahrer der Polizei überfahren und schwer verletzt.

L'un des motards a été grièvement blessé à la tête, l'autre aux jambes et au bassin.

L'un des motards a été grièvement blessé à la tête, l'autre aux jambes et au bassin.

AFP

Ein Autofahrer hat am Montagabend gegen 17.40 Uhr absichtlich zwei Motorradfahrer der Polizei bei einer Straßenkontrolle überfahren und schwer verletzt. Nach seiner Verhaftung verwies der Täter in der ersten Vernehmung auf «die Situation» in Palästina. In seinem Auto fanden die Ermittler ein Messer und einen «Brief, der seine Handlung erklärt». Dies teilte die Staatsanwaltschaft Nanterre mit.

Während der gemeinsamen Straßenkontrolle der nationalen und der städtischen Polizei in Colombes (Hauts-de-Seine) waren die beiden Motorradfahrer gerade dabei, ein Fahrzeug zu kontrollieren, als ein schwarzer BMW ausscherte, um sie zu überfahren. Die Nationale Anti-Terrorismus-Anklagebehörde (Pnat) hat sich eingeschaltet. Die Ermittlungen liefen und würden die Hintergründe und «Motive des Verdächtigen» aufklären, versprach Innenminister Christophe Castaner in einem Tweet.

Täter war polizeilich nicht bekannt

Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, erlitt einer der Polizisten schwere Kopfverletzungen, der andere schwere Verletzungen an Beinen und Becken. Beide wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Zustand sei aber nicht lebensbedrohlich.

Der Fahrer des BMW, ein 29-jähriger Franzose, der in Colombes lebt, sagte, seine Aktion sei «freiwillig». Nach den von L'essentiel bestätigten Informationen wurde Youssef T. 1990 in Lunéville in der Nähe von Nancy in Meurthe-et-Moselle geboren. Bei seiner Vernehmung gab er an, sich Videos über Palästina angesehen zu haben, «bevor er aktiv wurde», teilte die Staatsanwaltschaft mit. Demnach war er aber nicht vorbestraft, galt «nicht als Gefährder und war auch den Geheimdiensten unbekannt».

(nc/L'essentiel/afp)

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