Arbeitsmarkt zieht an – Lothringische Grenzgänger brechen Rekord

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Arbeitsmarkt zieht anLothringische Grenzgänger brechen Rekord

LUXEMBURG - Zwei Jahre nach der Finanzkrise scheint das Tal auf dem Arbeitsmarkt für Grenzgänger durchschritten. Im September pendelten 75 000 Franzosen nach Luxemburg - so viele wie noch nie zuvor.

In der luxemburgischen Industrie stieg die Zahl der Arbeitsstunden in den ersten Monaten 2010 um 57 Prozent.

In der luxemburgischen Industrie stieg die Zahl der Arbeitsstunden in den ersten Monaten 2010 um 57 Prozent.

AP

Es sind 2 000 mehr als vor der Krise. Knapp zwei Jahre nach dem Einbruch auf den Finanzmärkten und dem Einbrucfh auf dem Luxemburger Arbeitsmarkt arbeiten so viele lothringische Grenzgänger in Luxemburg wie nie zuvor. Das berichtete das Tageblatt in seiner Montag-Ausgabe unter Berufung auf den lothringischen Wirtschafts- und Sozialrat.

Die Zunahme erklärt sich nach Angaben des Wirtschaftsgremiums aus zwei Gründen: Zum einen geht es der Luxemburger Industrie besser. Die Zahl der Arbeitsstunden sei alleine in den ersten vier Monaten des Jahres 2010 um 57 Prozent gestiegen.

Bei der Zeitarbeit

Zudem haben die Grenzgänger aus Lothringen überdurchschnittlich stark als «Puffer» auf dem Arbeitsmarkt gewirkt: Denn sie machen zwei Drittel der Beschäftigten im Zeitarbeitsbereich aus, der auch bereits bei leichten Konjunkturerholungen erneut einstellt. Acht Prozent der Zeitarbeiter stammen aus Belgien, vier aus Deutschland.

Die Zahl der lothringischen Grenzgänger in Luxemburg ist von 1990 bis 2010 von 16 600 auf 75 000 gestiegen.

L'essentiel Online

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