ArcelorMittal – Lüttich und Florange Thema in Luxemburg

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ArcelorMittalLüttich und Florange Thema in Luxemburg

LUXEMBURG – Am Dienstag soll das europäische Zentralkomitee von ArcelorMittal in Luxemburg über die stillgelegten Hochöfen in Lothringen und Belgien beraten.

Um 10 Uhr steht am Luxemburger Sitz des Stahlriesen ArcelorMittal eine Sitzung statt, die sich mit der Zukunft der stillgelegten Hochöfen in Florange und Lüttich beschäftigen soll. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Gewerkschaften.

Beide Hochöfen will ArcelorMittal nicht mehr weiterbetreiben. Gewerkschaften hoffen für beide Standorte auf eine Zukunft ohne den Stahlkonzern. In Florange hat ArcelorMittal dem französischen Staat die Möglichkeit eingeräumt, in den kommenden zwei Monaten einen neuen Investor zu finden. In Lüttich wollen die Gewerkschaften eine Lösung finden, um den Hochofen als kleine, unabhängige Einheit zu betreiben. ArcelorMittal will die Anlage in Lüttich jedoch nicht abgeben. In Belgien findet am Dienstag ebenfalls eine Verwaltungsratssitzung statt.

Proteste

Unterdessen gehen die Proteste weiter. Einige hundert der insgesamt 629 Beschäftigten aus Florange, die von der Stilllegung betroffen sind, demonstrieren am Dienstagmorgen in Metz.

Auch blockierten einige Stahlarbeiter die Autobahn A31 für Autofahrer, die aus Luxemburg kommend in Richtung Metz unterwegs sind. Nach Angaben der Polizei rollte der Verkehr jedoch einigermaßen.

(L'essentiel Online mit afp)

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