Flottenerneuerung – Luxair hofft auf neuen Airbus A220-500
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FlottenerneuerungLuxair hofft auf neuen Airbus A220-500

Bisher ist der A220-500 nur ein Gedankenspiel bei europäischen Flugzeugbauer Airbus. Für Luxair könnte der gestreckte Jet die perfekte Lösung sein, wie CEO Gilles Feith verrät.

Aktuell ist der Airbus A220-300 das größte Flugzeug der von Bombardier übernommenen CSeries. Luxair hofft auf eine größere Variante.

Aktuell ist der Airbus A220-300 das größte Flugzeug der von Bombardier übernommenen CSeries. Luxair hofft auf eine größere Variante.

DPA/Frèdèric Scheiber

Der Anblick der Turboprop-Arbeitstiere vom Typ Dash 8 in Kombination mit der nimmermüden Boeing 737 in Luxair-Farben sind vom Findel gar nicht mehr wegzudenken. Im Interview mit dem Branchen-Magazin aerotelegraph hat Luxair-CEO Gilles Feith über die Flottenerneuerung der National-Airline gesprochen. Mittelfristig versuche man zwar, sich mit gebrauchten Boeing 737 über Wasser zu halten, langfristig führe aber kein Weg an neuen Flugzeugen vorbei. «Wenn Luxair schrumpft, dann geht Luxair unter», so Feith.

Konkret schaue man sich derzeit den Airbus A220 und die Embraer E2 an, die «2024 oder 2025» die alten Dash 8 und die kleineren Boeing 737 der Airline ersetzen sollen. Auf die Frage, ob Feith sich auch eine Flotte mit nur einem Flugzeugmodell für Luxair vorstellen könne, bringt der CEO das in der Branche viel diskutierte Gedankenexperiment Airbus A220-500 ins Spiel. Die Streckung der A220-Flugzeug-Familie ist seit Jahren ein Thema, welchem Airbus anfangs eher zurückhaltend gegenüber stand, da ein großer, moderner A220 dem Kassenschlager A320 das Wasser abgraben könnte. Durch den zunehmendem Erfolg der Schmalrumpf-Flugzeuge auch im Interkontinental-Verkehr nimmt das Konzept aber auch in Toulouse immer konkretere Formen an.

«Wenn Airbus den A220-500 bringen würde, dann wäre das für uns natürlich genial», gibt sich Feith im Interview begeistert, da es genau die richtige Größe abdecke. Solange dem nicht so ist, benötige Luxair weiterhin neben kleinen Jets vom Typ A220-300 oder Embraer E2 auch größere Maschinen wie die Boeing 737. Auch Jets aus der A320-Familie seien eine Option. Langstrecken-Flügen wie beispielsweise nach New York erteilte der CEO weiterhin eine Absage. Allenfalls wäre so etwas mit einem Partner denkbar.

(dm/L'essentiel)

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