Unfall in Saarbrücken – Luxair-Maschine schlitterte 400 Meter über den Boden

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Unfall in SaarbrückenLuxair-Maschine schlitterte 400 Meter über den Boden

SAARBRÜCKEN/LUXEMBURG - Wäre es auf dem Saarbrücker Flughafen fast zur Katastrophe gekommen? Luxair hat in einer Pressekonferenz erste Details zum Unfall bekanntgegeben.

20150630 Saarbruecken / Allemagne: Atterrissage d'urgence d'un avion civil Bombardier de la compagnie aérienne luxembourgeoise LUXAIR mercredi 30 septembre 2015 vers 10 h du matin sur la piste de l'aéroport allemand de Saarbrücken après que le pilote ait constaté un début d'incendie à l'arrière de l'appareil. Les passagers et l'équipage sont tous sain et sauf.  ©EDITPRESS/Thomas FüsslerEin Flugzeug vom Typ Q400 der Luxair musste den Start in Richtung Luxemburg am Flughafen Saarbrücken abbrechen. Das Flugzeug blockiert die Start- und Landebahn. Passagiere wurden nicht verletzt. Der Flughafen Saarbrücken bleibt bis auf weiteres gesperrt.

Luxpress, Bruchlandung, Notlandung, Luxair, Saarbrücken, Unfall, Flughafen

Foto: Thomas Füßler, Langflur 2, 66894 Bechhofen. Tel. 06372-508473
 
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20150630 Saarbruecken / Allemagne: Atterrissage d'urgence d'un avion civil Bombardier de la compagnie aérienne luxembourgeoise LUXAIR mercredi 30 septembre 2015 vers 10 h du matin sur la piste de l'aéroport allemand de Saarbrücken après que le pilote ait constaté un début d'incendie à l'arrière de l'appareil. Les passagers et l'équipage sont tous sain et sauf. ©EDITPRESS/Thomas FüsslerEin Flugzeug vom Typ Q400 der Luxair musste den Start in Richtung Luxemburg am Flughafen Saarbrücken abbrechen. Das Flugzeug blockiert die Start- und Landebahn. Passagiere wurden nicht verletzt. Der Flughafen Saarbrücken bleibt bis auf weiteres gesperrt.

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Editpress/Onassimbeni

Was diese 20 Menschen wohl durchgemacht haben? Den 16 Passagieren und vier Crew-Mitgliedern muss kurz nach dem Start ihres Luxair-Fliegers am Mittwochmorgen um 10.20 Uhr vom Saarbrücker Flughafen schlagartig bewusst geworden sein, dass etwas nicht stimmte. Denn die Maschine des Typs Bombardier DHC-8-400 ging wieder runter, berührte den Boden und schlittert – mit eingefahrenem Triebwerk – quer über das Flughafengelände. Das bestätigte die Luxemburger Fluggesellschaft Luxair am Mittwochabend bei einer Pressekonferenz im Firmensitz in Münsbach.

Was war passiert? Diese Frage kann nur die Untersuchung der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung beantworten. Laut Luxair-Direktor Adrien Ney begann die Behörde um 18 Uhr mit ihren Untersuchungen an dem Flugzeug, auch Experten des Herstellers Bombardier seien auf dem Weg nach Saarbrücken. Fest steht: Das Fahrwerk der DHC-8-400 wird normalerweise eingefahren, wenn die Maschine 120 Knoten (222 km/h) erreicht hat – und in der Luft ist. «Das Einfahren dauert vier Sekunden», sagt Luxair-Chefpilot Daniel Colling. «Das Ausfahren sechs.» Laut dem Tageblatt erklärt Horst Lenhard von der technischen Abteilung von Luxair dann: «Das Flugzeug kam 400 Meter nach der Notlandung zum Stehen.»

Flugzeug fliegt seit drei Jahren für Luxair

Die Maschine wird bei der Bauchlandung schwer beschädigt. Besatzung und Passagiere kommen mit dem Schrecken davon. Der Flieger sollte von Hamburg über Saarbrücken zum Findel. Jetzt holt ein Bus die Passagiere von dem komplett gesperrten Airport in der saarländischen Landeshauptstadt ab. Die Bombardier selbst sei noch relativ neu, sei erst seit September 2012 für Luxair unterwegs. In der Nacht auf Mittwoch sei sie das letzte Mal auf technische Mängel untersucht worden, erklärt Daniel Colling. Im Februar habe es die letzte große Kontrolle gegeben. «Solche Zwischenfälle sind in der Luftfahrt sehr sehr selten, besonders in der europäischen Luftfahrt. Das ist etwas Außerordentliches», sagt Dirk Becker, Generalsekretär des Luxemburger Pilotenverbands ALPL am Nachmittag zu L'essentiel.

Laut Luxair-Mann Daniel Colling hatte der Kollege am Steuer große Erfahrung. 10.000 Flugstunden habe der 45-Jährige auf dem Buckel. Erste Meldungen der Polizei, nach denen der Flieger aufgrund einer Rauchentwicklung an Bord notlanden musste, wollte auf der Luxair-Pressekonferenz niemand bestätigen. Erst im kommenden Jahr wird es laut Daniel Colling einen Zwischenbericht zu der Notlandung geben.

(sen/jm/L'essentiel)

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