E-Mobilität: Luxemburg bekommt mehr Schnellladestationen

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E-MobilitätLuxemburg bekommt mehr Schnellladestationen

LUXEMBURG – Mehr Plätze und mehr Leistung. Das Unternehmen Petro-Center investiert, um den Ladevorgang bei Elektrofahrzeugen zu beschleunigen. Ein Blick auf die Esso-Tankstelle in Remerschen.

von
Mathieu Vacon

Vincent Lescaut/L'essentiel

Die Esso-Tankstelle in Remerschen hat am Dienstag acht Ladeplätze mit bis zu 300 kW für Elektrofahrzeuge eingeweiht. Diese Ladegeräte, deren Leistung in etwa der vom Staat bereitgestellten Super-Chargy-Ladestationen entspricht, ermöglichen es, vergleichsweise schnell voll zu «tanken» oder zumindest ein ordentliches Stück Reichweite in kurzer Zeit zurückzugewinnen – je nach Fahrzeugmodell können dafür um die 15 Minuten ausreichen.

Paul Kaiser, Geschäftsführer und Eigentümer der Petro-Center SA-Gruppe, die in Luxemburg 25 Tankstellen der amerikanischen Marke betreibt, erklärt: «Diese Ausrüstung wird für jeden, der lange Strecken zurücklegen will, unverzichtbar. Die Wahl der Moselstadt für unsere Premiere ist strategisch. Es gibt keine vergleichbare Anlage in der Region, und die Autobahn liegt in der Nähe», so der Geschäftsführer. «Wir zielen auf internationale Kundschaft ab, aber auch auf Einheimische, die es sich nicht leisten können, eine ganze Nacht lang zu laden, oder die nicht über die entsprechenden Geräte verfügen».

Netz entlang der Hauptverkehrsachsen

Der Tarif für DC-Schnellladung liegt bei 45,63 Cent inkl. MwSt. pro Kilowattstunde. Fahrer, die länger als eine Dreiviertelstunde an der Steckdose bleiben, zahlen einen Zuschlag. Die Idee dahinter ist laut Kaiser, die Plätze schnell freizugeben und genügend freie Plätze anzubieten, damit niemand anstehen muss.

Vincent Lescaut/L'essentiel

Sechs neue, ähnliche Ladestationen sollen bis Mitte Mai an der Station Senningerberg installiert werden. Vier weitere folgen in Leudelingen und zwei in der Nähe von Heiderscheid, bevor die Sommerferien beginnen. Letztendlich werden die Ladestationen geplanterweise an etwa zwanzig Stationen aufgestellt. «Wir wollen unser Netz entlang der Hauptverkehrsachsen ausstatten und den Vorteil einbringen, einen Laden oder zumindest einen Bereich anzubieten, in dem man sich während der Wartezeit verpflegen kann», erklärt Paul Kaiser. Um die wachsende Kundschaft aus dem E-Mobilitätsmarkt für sich zu gewinnen, investiert Petro-Center im ersten Schritt 800.000 Euro.

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