Grenznahes AKW – Luxemburg besteht auf Stilllegung von Cattenom

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Grenznahes AKWLuxemburg besteht auf Stilllegung von Cattenom

LUXEMBURG - Das umstrittene AKW Cattenom soll möglichst bald geschlossen worden. Dies bekräftigte noch einmal Innenminister Dan Kersch (LSAP).

Die luxemburgischen Politiker sorgen sich um die Pläne des Betreibers EDF, die Laufzeit des AKW Cattenom zu verlängern.

Die luxemburgischen Politiker sorgen sich um die Pläne des Betreibers EDF, die Laufzeit des AKW Cattenom zu verlängern.

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Das umstrittene grenznahe AKW Cattenom bleibt weiterhin im Fadenkreuz der Kritik der Luxemburger Behörden. «Luxemburg wird seine Bemühungen bei den französischen Behörden fortsetzen, damit das Atomkraftwerk geschlossen wird», hieß es am Freitag in einer parlamentarischen Antwort des Innenministers Dan Kersch (LSAP) auf die Frage des Abgeordneten Roger Negri.

Erst vor einem Monat hatte die Atomaufsichtsbehörde ASN in ihrem Bericht Schwächen bei der Instandhaltung und beim Mitarbeiterschutz in Cattenom bemängelt. Dan Kersch wies in der parlamentarischen Antwort ebenfalls darauf hin, dass Luxemburg sich um die Verlängerung der Laufzeit des Atommeilers um weitere 40 Jahre sorge. Laut EDF-Direktor Guy Catrix soll das AKW bis 2036 oder sogar noch länger laufen. So würde der Meiler im besten Fall 50 und im schlimmsten Fall 56 Jahre nach seiner Errichtung in Betrieb sein.

Premier Xavier Bettel (DP) hatte bereits bei seinem Treffen mit der rheinland-pfälzischen Regierung Anfang Mai in Trier klargestellt, dass die grenznahe AKW-Anlage möglichst rasch stillgelegt werden solle.

(L'essentiel mit jmh)

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