Ländervergleich – Luxemburg bleibt der Ökostrom-Problemschüler

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LändervergleichLuxemburg bleibt der Ökostrom-Problemschüler

LUXEMBURG – Das Großherzogtum ist nach wie vor das europäische Land, das im Vergleich zu seinem Energieverbrauch die wenigsten erneuerbaren Energien nutzt.

Nur 6,4 Prozent des Energieverbrauchs werden in Luxemburg durch erneuerbare Energien gedeckt. Das ist der niedrigste Wert aller EU-Länder, wie aus einer neuen Eurostat-Studie hervorgeht. Der Durchschnitt liegt in der gesamten Europäischen Union bei 17,5 Prozent und damit nahe an dem 20-Prozent-Ziel für das Jahr 2020.

Jedes Land hatte sich auf der Grundlage der Ausgangssituation und des lokalen Potenzials ein Ziel für 2020 gesetzt. So strebt Luxemburg im nächsten Jahr elf Prozent an – ein Vorhaben, das von der Regierung im September bestätigt wurde. Die Zahl der Solaranlagen ist in Luxemburg in den letzten Jahren rasant gestiegen, sodass das Land aufholen konnte. Auf erneuerbare Energien entfielen zum Zeitpunkt der ersten Eurostat-Studie im Jahr 2004 nur 0,9 Prozent des Energieverbrauchs. Damals bezogen fünf Länder bereits mehr als 20 Prozent Ökostrom.

Schweden bezieht inzwischen mehr als die Hälfte seiner Energie aus erneuerbaren Energien (54,5 Prozent). Die anderen Musterschüler sind Finnland (41 Prozent), Lettland (39 Prozent) und Österreich (32,6 Prozent). Deutschland (15,5 Prozent), Frankreich (16,3 Prozent) und Belgien (9,1 Prozent) liegen unter dem europäischen Durchschnitt.

(jg/L'essentiel)

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