Grenzüberschreitend – Luxemburg-Brüssel soll 2023 in 2h07 möglich sein

Publiziert

GrenzüberschreitendLuxemburg-Brüssel soll 2023 in 2h07 möglich sein

GAICHEL – Die luxemburgischen und belgischen Minister haben sich zur gemeinsamen Arbeitssitzung getroffen. Die grenzüberschreitenden Zugverbindungen sollen besser werden.

Der belgische Premierminister Charles Michel und der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel wollen belgischen Pendlern das Leben erleichtern.

Der belgische Premierminister Charles Michel und der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel wollen belgischen Pendlern das Leben erleichtern.

L'essentiel/Juliette Devaux

Die luxemburgischen und die belgischen Minister haben sich am Montag mit zahlreichen Themen beschäftigt. Neben Terrorismus, Sozialdumping, Brexit und Landwirtschaft stand aber auch der grenzüberschreitende Verkehr auf der Agenda der gemeinsamen Arbeitssitzung. Premierminister Xavier Bettel bekräftigte seinen Willen, die Bahnlinie Brüssel-Luxemburg schneller zu machen.

Fahrgäste brauchen bis dahin zwar noch etwas Geduld, aber Verbesserungen zeichnen sich bereits ab. 2023, so haben sich die beiden Regierungen geeinigt, soll die Reisezeit von derzeit mehr als drei Stunden um 20 Minuten reduziert werden. Ohne Zwischenstopps soll die Reise dann in zwei Stunden und sieben Minuten absolviert sein. «Einige Arbeiten sind in Belgien abgeschlossen, das wird die Reisezeiten verkürzen», sagte François Bellot, belgischer Bundesminister für Mobilität.

Mehr Parkplätze

Darüber hinaus ist laut Bettel und Bellot auch der Pendolino, der Neigetechnikzug von Alstom, wieder auf Kurs . «Wir haben eine Arbeitsgruppe zu diesem Zug eingerichtet, der Brüssel und Zürich über Luxemburg und Straßburg verbinden könnte. Das würde noch einmal sieben bis acht Minuten auf der Strecke Brüssel-Luxemburg sparen.» Damit wären die beiden europäischen Hauptstädte nur noch zwei Stunden Zugfahrt voneinander entfernt.

Derzeit fahren nur sieben bis acht Prozent der 40.000 belgischen Grenzgänger mit dem Zug zur Arbeit nach Luxemburg. Der P+R Viville soll dafür vorankommen: Gut 1000 Parkplätze könnten bis Ende 2017 entstehen. Sollte das Projekt für Grenzgänger attraktiv sein, könne zwischen 6000 und 7000 Parkplätze anlegen.

(Juliette Devaux/L'essentiel)

Deine Meinung