Kultur zieht – Luxemburg, das Land der Leseratten
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Kultur ziehtLuxemburg, das Land der Leseratten

LUXEMBURG - Immer mehr Menschen im Land können sich fürs Bücherlesen und Fotografieren begeistern. Besonders die Jugend trägt zu diesem Trend bei.

Zwei Drittel der Luxemburger nehmen ab und zu ein Buch zur Hand. Kein Wunder, dass die Büchermesse in Walferdingen jedes Jahre viele Neugierige anzieht.

Zwei Drittel der Luxemburger nehmen ab und zu ein Buch zur Hand. Kein Wunder, dass die Büchermesse in Walferdingen jedes Jahre viele Neugierige anzieht.

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Im Jahr 1999 las die Hälfte der luxemburgischen Bevölkerung keine Bücher. Zehn Jahre später gilt dies nur noch für ein Drittel der Menschen im Großherzogtum, wie das Statec herausgefunden hat. Die Zahl jener, die pro Jahr mehr als sechs Bücher verschlingen, ist von 25 auf 36 Prozent gestiegen.

Doch ist im kulturellen Bereich nicht nur die Begeisterung fürs Buch höher als früher. Kulturelle Aktivitäten unternehmen heute acht von zehn Personen, 1999 waren es noch 44 Prozent. Dies liegt laut Statec daran, dass die Bevölkerung zwischenzeitlich jünger geworden ist.

Vor allem die Fotografie zieht heute mehr Liebhaber an. Konnten sich 1999 nur 25 Prozent der Einwohner im Land dafür begeistern, sind es heute 68 Prozent. Der 29-jährige Gaël gehört zu ihnen: «Ich mag es zu fotografieren. So bleibe ich einen Moment lang auf etwas konzentriert. Heutzutage geht alles zu schnell. Sich Zeit zu nehmen, ist zum Luxus geworden.»

L'essentiel Online/Jérôme Wiss

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