Folge der Coronamaßnahmen – Luxemburg erfasst nur zwei Grippefälle
Publiziert

Folge der CoronamaßnahmenLuxemburg erfasst nur zwei Grippefälle

LUXEMBURG – Das Nationale Gesundheitslabor hat in der Grippesaison 2020/21 lediglich zwei Fälle der Grippe festgestellt.

In Luxemburg hat es in der Saison 2020/21 nur sehr wenige Grippeerkrankungen gegeben.

In Luxemburg hat es in der Saison 2020/21 nur sehr wenige Grippeerkrankungen gegeben.

Angesichts der bevorstehenden Grippesaison 2021/2022 hat Gesundheitsministerin Paulette Lenert in einer parlamentarischen Antwort an den sozialdemokratischen Abgeordneten Mars di Bartolomeo ein Update zur Saison 2020/2021 gegeben.

Die Ministerin stellt fest, dass zwischen Oktober 2020 und April 2021 nur zwei Abstriche positiv auf Influenza waren – «trotz einer sehr hohen Anzahl von Abstrichen». In der letzten Saison waren mehr als die Hälfte der 849 Tests positiv. In den vergangenen Jahren schwankte der Prozentsatz der positiven Ergebnisse zwischen 40 und 65 Prozent. In der Saison 2020/21 hat das LNS fünfmal so viele Proben genommen – fast 4800. Tatsächlich erkrankten wohl mehr als zwei Menschen in dem Zeitraum an der Grippe, allerdings wurden diese Fälle nicht getestet. Sicher ist jedoch, dass die saisonale Grippe durch die Maßnahmen gegen Corona stark eingedämmt wurde.

Apotheken bestellen weniger Impfdosen

«In all meinen Berufsjahren habe ich so etwas noch nicht erlebt», sagte Dr. Jean-Paul Schwartz, Mitglied des Vorstands der Ärzte- und Zahnärztekammer (AMMD). Hygiene- und Abstandsregeln sowie Schutzmasken hätten auch die Ausbreitung der Grippeviren verhindert, die, wie Coronaviren, hauptsächlich über die Luft verbreitet werden.

Für die Saison 2021/2022 wurden nach Angaben Lenerts insgesamt 94.100 Dosen Grippe-Impfstoff von den Apotheken bestellt. In der vergangenen Saison wurden insgesamt 120.000 Dosen ins Großherzogtum verschickt. Der Impfstoff für Personen über 65 Jahre und Risikopersonen (schwangere Frauen, Personen mit Immunschwäche, chronischen Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen oder Diabetespatienten von der CNS übernommen werden.

(mc/L'essentiel)

Deine Meinung