EU-Richtlinie – Luxemburg hat das Feinstaub-Problem im Griff
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EU-RichtlinieLuxemburg hat das Feinstaub-Problem im Griff

LUXEMBURG – Laut einer europäischen Richtlinie darf der maximale Tagesmittelwert des Feinstaubs nicht mehr als 35 Mal im Jahr überschritten werden. Kein Problem für Luxemburg.

Feuerwerk schleudert besonders gefährliche Staubpartikel in die Luft.

Feuerwerk schleudert besonders gefährliche Staubpartikel in die Luft.

Editpress/Tania Feller

Hohe Konzentrationen von Feinstaub in der Luft können gravierende Folgen für die menschliche Gesundheit haben. Die Erkrankungen reichen von vorübergehenden Beschwerden bis zu schlimmen Atemwegserkrankungen wie Lungenkrebs oder Herzkreislaufproblemen und Schlaganfällen. Auch deswegen darf laut einer europäischen Richtlinie der Tagesmittelwert von 50 µg/m³ nicht mehr als 35 Mal pro Jahr überschritten werden.

Davon ist Luxemburg allerdings weit entfernt, das besagt eine gemeinsame parlamentarische Antwort der Umweltministerin Carole Dieschbourg und Gesundheitsministerin Lydia Mutsch. Im Großherzogtum wurde der Wert in den letzten zehn Jahren nie mehr als 18 Mal pro Jahr überschritten. Auch würden extreme Spitzenwerte wie in anderen Nachbarländern, wie etwa Deutschland, nicht erreicht.

Regelmäßig wird ein erhöhter Tagesmittelwert am Beginn des Jahres gemessen. Durch das Silvesterfeuerwerk ist auch in Luxemburg deutlich ein Ansteigen der Feinstaubkonzentrationen zu verzeichnen, besonders wenn die Wetterlage für die Feinstaubbelastung ungünstig ist (Windstille, kein Niederschlag). Allerdings sei es nur ein einziges Mal in den letzten fünf Jahren, auf einer einzigen Station zu einer Überschreitung des europäischen Grenzwerts gekommen. Dennoch, so heißt es aus den zuständigen Ministerien, solle auf persönliches Feuerwerk verzichtet werden. Außerdem werde die Wetterlage genau beobachtet und im Falle einer ungünstigen Wetterlage, eine Warnung vor Feinstaubwarnung ausgesprochen.

(red/L'essentiel)

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