Dramatische Corona-Lage – Luxemburg hilft Indien mit Beatmungsgeräten
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Dramatische Corona-LageLuxemburg hilft Indien mit Beatmungsgeräten

LUXEMBURG – Zahlreiche EU-Staaten, darunter auch das Großherzogtum, schicken nun dringend benötigten Sauerstoff, Medikamente und Ausrüstung.

25.03.2020, Hamburg: Ein Beatmungsger�t steht in einem Behandlungszimmer des UKE. Das Universit�tsklinikum Eppendorf informierte �ber die Vorbereitungen der Klinik in der Corona-Krise. Dort werden derzeit zehn Corona-Infizierte intensivmedizinisch versorgt. Das UKE ist laut Kluge, Direktor der Klinik f�r Intensivmedizin des UKE, auch bei st�rker steigenden Zahlen gut aufgestellt. Foto: Axel Heimken/dpa/Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

25.03.2020, Hamburg: Ein Beatmungsger�t steht in einem Behandlungszimmer des UKE. Das Universit�tsklinikum Eppendorf informierte �ber die Vorbereitungen der Klinik in der Corona-Krise. Dort werden derzeit zehn Corona-Infizierte intensivmedizinisch versorgt. Das UKE ist laut Kluge, Direktor der Klinik f�r Intensivmedizin des UKE, auch bei st�rker steigenden Zahlen gut aufgestellt. Foto: Axel Heimken/dpa/Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

DPA/Axel Heimken

In Indien bleibt die Corona-Lage nach erneut mehr als 300.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden angespannt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden 323.144 neue Fälle und 2771 Tote mit einer bestätigten Infektion gemeldet. Der rapide Anstieg an Patienten sorgte für Überlastungen im Gesundheitssystem des Schwellenlands. Berichten zufolge führte der Mangel an medizinischem Sauerstoff und Krankenhausbetten zu Todesfällen. Mehrere EU-Länder schickten gemeinsam eine Schiffsladung mit Hilfsgütern an das stark von der Corona-Pandemie getroffene Land.

Luxemburg beteiligt sich nach Angaben der EU-Kommission mit einer Lieferung von 58 Beatmungsgeräten am Unterstützungsangebot. Aus Irland kommen 700 Sauerstoffkonzentratoren, ein Sauerstoffgenerator und 365 Beatmungsgeräte. Belgien schickt 9000 Dosen des antiviralen Medikaments Remdesivir nach Indien, Rumänien 80 Sauerstoffkonzentratoren und 75 Sauerstoffflaschen. Portugal liefert 5500 Ampullen Remdesivir sowie 20.000 Liter Sauerstoff pro Woche, aus Schweden kommen 120 Beatmungsgeräte. In den kommenden Tagen werden weitere Lieferungen aus Frankreich und Deutschland erwartet. Auch die USA haben Hilfe zugesagt.

Anstieg wegen Massenveranstaltungen

«Die EU steht in voller Solidarität mit dem indischen Volk und ist bereit, es in dieser kritischen Zeit nach Kräften zu unterstützen. Die Reichweite des EU-Katastrophenschutzverfahrens geht weit über die Grenzen der EU hinaus. Unser Zentrum für die Koordinierung von Notfallmaßnahmen erleichtert die logistischen Vorbereitungen, und die EU wird den größten Teil der Transportkosten übernehmen», sagt Janez Lenarčič, EU-Kommissar für Krisenmanagement.

Als Grund für den dramatischen Anstieg bei den Neuinfektionen in Indien sehen Experten unter anderem die Verbreitung ansteckenderer Virusvarianten. Zudem hielten sich viele Menschen nicht an die Corona-Maßnahmen – etwa bei Massenveranstaltungen zu Regionalwahlen und religiösen Festen.

(sw/L'essentiel)

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