Erneuerbare Energie – Luxemburg hinkt hinter seinem Zeitplan her

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Erneuerbare EnergieLuxemburg hinkt hinter seinem Zeitplan her

LUXEMBURG – Der Anteil der erneuerbaren Energien nimmt in Luxemburg von Jahr zu Jahr zu. Von dem Ziel für 2020 ist das Land aber noch weit entfernt.

Europaweit betrug der Anteil erneuerbarer Energie im Jahr 2016 17 Prozent.

Europaweit betrug der Anteil erneuerbarer Energie im Jahr 2016 17 Prozent.

Eurostat

In den nächsten Jahren wird das Großherzogtum seine Anstrengungen im Bereich der erneuerbaren Energien verdoppeln müssen. Um das von der EU für das Jahr 2020 gesteckte Ziel zu erreichen, müssen elf Prozent der in Luxemburg verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen (Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse, Biogas, Geothermie usw.).

Im Jahr 2016 stammten nur 5,4 Prozent des Endverbrauchs (NDLR: Gesamtmenge der an Verbraucher gelieferten Energie) aus erneuerbaren Quellen. Damit rangiert Luxemburg europaweit auf dem letzten Platz. Anders sieht es mit Schweden aus. Die Skandinavier unternehmen innerhalb der EU die größten Anstrengungen: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) seines Verbrauchs stammt aus erneuerbaren Quellen. Damit ist das Ziel für 2020 längst übertroffen.

Externer Boost

Luxemburg liegt zwar an letzter Stelle in Sachen Energiewende, ist aber nicht das einzige Land, das weit von dem in zwei Jahren erwarteten Niveau entfernt ist. Auch die Niederlande (sechs Prozent ), Frankreich (16 Prozent), Irland (9,5 Prozent) und das Vereinigte Königreich (9,3 Prozent müssen ihre Leistung verbessern, um ihre Ziele von 14 Prozent , 23 Prozent, 16 Prozent und 15 Prozent zu erreichen.

Um bis 2020 die Elf-Prozent-Marke zu erreichen, wird Luxemburg von einem kleinen Schub profitieren. Zusätzlich zu den verschiedenen Maßnahmen zur Förderung von Photovoltaik, Windenergie oder Biomasse wird das Land von den Abkommen zum Energieimport profitieren, die mit Litauen und Estland unterzeichnet worden sind.

(L'essentiel)

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