Weltraumforschung: Luxemburg investiert 127 Millionen Euro in die Raumfahrt

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WeltraumforschungLuxemburg investiert 127 Millionen Euro in die Raumfahrt

Das Großherzogtum wird sich mit 127 Millionen Euro an den nächsten Projekten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) beteiligen. Eine ähnliche Summe wie die, die 2019 investiert wurde.

von
Nicolas Martin
(aus Paris)
Franz Fayot, neben Josef Aschbacher, dem Direktor der Europäischen Weltraumorganisation.

Franz Fayot, neben Josef Aschbacher, dem Direktor der Europäischen Weltraumorganisation.

Editpress

16,9 Milliarden Euro beträgt das Budget der ESA für die nächsten drei Jahre. Das ist viel mehr als vor drei Jahren (13,5 Milliarden), aber etwas weniger als die 18 Milliarden, die sich die Agentur erhofft hatte, um mit den Chinesen und Amerikanern konkurrieren zu können.

Der luxemburgische Wirtschaftsminister Franz Fayot betonte: «Die ESA hat ihr Ziel in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld fast erreicht, daher ist es insgesamt ein sehr gutes Ergebnis.» Luxemburg stehen 121 Millionen Euro für optionale Programme zur Verfügung (plus sechs Millionen für das obligatorische Programm zur Weltraumwissenschaft). «Das ist ungefähr das gleiche Niveau wie in Sevilla vor drei Jahren (129 Millionen Euro)», erklärte der Minister und fügte hinzu, dass es sich um Geld handelt, das den luxemburgischen Unternehmen zugute kommen werde.

Es wurden Programme finanziert, die vor allem kommerzielle Anwendungen im Bereich der Telekommunikation, der Erdbeobachtung und der In-Orbit-Dienste betreffen, um die Lebensdauer der derzeitigen großen Satelliten (SES) zu verlängern. «Deren Lebensdauer kann um bis zu fünf Jahre verlängert werden. Das ist nachhaltige Wirtschaft im Weltraum.»

Franz Fayot (rechts) mit Raphaël Liégeois, der Luxemburger mit belgischen Wurzeln gehört zu den neuen Astronauten, die von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) rekrutiert wurden.

Franz Fayot (rechts) mit Raphaël Liégeois, der Luxemburger mit belgischen Wurzeln gehört zu den neuen Astronauten, die von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) rekrutiert wurden.

L'essentiel/Nicolas Martin

«Dies ist der Zeitpunkt für uns, um an ESA-Programmen mitzuwirken, die es unseren Unternehmen und Forschungszentren ermöglichen werden, ihre Projekte zu verwirklichen und im Allgemeinen Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die später vermarktet werden können», erinnert der Direktor der luxemburgischen Raumfahrtagentur.

«Es ist schön, wir sind ein kleines Land und gehören zu den ambitionierten Ländern im Raumfahrtsektor. Wir setzen unsere Bemühungen langfristig fort. Man braucht einen langen Atem, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, und das tun wir. Die Investoren sind beeindruckt von dem, was wir in Luxemburg bereits aufgebaut haben», versicherte der Minister.

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