EU-Studie: Luxemburg ist Spitzenreiter bei der Hochschulbildung
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EU-StudieLuxemburg ist Spitzenreiter bei der Hochschulbildung

LUXEMBURG - Fast zwei Drittel der 25- bis 34-Jährigen im Großherzogtum haben einen Hochschulabschluss – die höchste Quote in der EU. Allerdings brechen hierzulande auch vergleichsweise viele junge Menschen die Schule ab.

Viele junge Menschen in Luxemburg haben einen Hochschulabschluss in der Tasche.

Viele junge Menschen in Luxemburg haben einen Hochschulabschluss in der Tasche.

Im Jahr 2021 konnten 62,6 Prozent der 25- bis 34-Jährigen Luxemburger einen Hochschulabschluss vorweisen. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) am Mittwoch veröffentlichte. Dies ist die höchste Quote innerhalb der EU, wo der Durchschnitt bei 41,2 Prozent liegt. Es sind die jungen Frauen, die Luxemburg den ersten Platz bescheren: 67,4 Prozent von ihnen haben die Universität erfolgreich abgeschlossen, verglichen mit 58 Prozent der jungen Männer.

In unseren Nachbarländern Belgien und Frankreich liegt die Quote der Hochschulabsolventen bei 50,9 bzw. 50,3 Prozent, während sie in Deutschland bei 35,7 Prozent liegt. In Rumänien (23,3 Prozent) und Italien (28,3 Prozent) ist der Anteil am niedrigsten.

Hoher Anteil an Schulabbrechern

Die EU ist also nicht mehr weit von ihrem Ziel entfernt, bis 2030 45 Prozent der 25- bis 34-Jährigen mit einem Hochschulabschluss zu versorgen. Diese Quote ist in Luxemburg wie auch in anderen Ländern seit Jahrzehnten gestiegen: Während im Großherzogtum fast 63 Prozent der 25- bis 34-Jährigen einen Abschluss nach dem Abitur erworben haben, liegt die Quote bei den 45- bis 54-Jährigen bei 43,2 Prozent und bei den 55- bis 64-Jährigen bei 32,1 Prozent.

Luxemburg ist allerdings auch eines der elf Länder, die das EU-Ziel für 2030, dass weniger als 9 Prozent der jungen Menschen die Schule ohne jeglichen Abschluss verlassen, noch nicht erreicht haben. Im Jahr 2021 waren dies im Großherzogtum noch 9,3 Prozent (9,7 Prozent im europäischen Durchschnitt), während in Ländern wie Kroatien, Slowenien, Griechenland und Irland weniger als 5 Prozent der Schülerinnen und Schüler keinen Abschluss machten. Belgien und Frankreich wiesen Abbrecherquoten von 6,7 und 7,8 Prozent auf, Deutschland hat mit 11,8 Prozent noch viel zu tun.

eur2

(mc/L'essentiel)

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