Wettbewerbsfähigkeit – Luxemburg macht einen Platz gut im Ranking

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WettbewerbsfähigkeitLuxemburg macht einen Platz gut im Ranking

LUXEMBURG – Das Großherzogtum hat Qualitäten, die dafür sorgen, dass es im internationalen Vergleich einen Platz vorrücken konnte. Doch Luxemburg hat auch Schwächen.

Luxemburg zeichnet sich vor allem durch seinen technologischen Vorsprung aus.

Luxemburg zeichnet sich vor allem durch seinen technologischen Vorsprung aus.

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Laut Global Competitiveness Report 2017/2018, der am heutigen Mittwoch vom Weltwirtschaftsforum (WEF) veröffentlicht worden ist, steht Luxemburg in Sachen Wettbewerbsfähigkeit auf Rang 19 von insgesamt 137 Ländern. Das Großherzogtum ist somit im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz nach vorne gerückt.

Das Großherzogtum punktet vor allem in den Bereichen Technologie (1.), Effizienz der Märkte (4.), Ethik und Korruption (6.), makroökonomisches Umfeld (7.) und Qualität der Institutionen (8.). In den Bereichen Hochschulbildung und Weiterbildung (50.), Gesundheit und Bildung (41.), aber auch hinsichtlich der Qualität der Infrastruktur (17.) ist Luxemburg weit abgeschlagen.

Das Nachbarland Deutschland zählt zu den zehn wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt. Nach der Analyse belegt die Bundesrepublik im Ranking auch dieses Jahr den fünften Platz. Deutschland punktet demnach vor allem mit der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes bei weiter hohem Schutz von Arbeitnehmerrechten sowie mit Innovationen. Spitzenreiter ist das neunte Jahr in Folge die Schweiz vor den USA und Singapur. Auf Rang vier kommen die Niederlande.

Probleme vor allem in den Finanzsystemen

Nach Einschätzung der Autoren des «Global Competitiveness Report 2017/18» gibt es auch zehn Jahre nach Ausbruch der weltweiten Finanzkrise wenig Aussicht auf eine dauerhafte wirtschaftliche Erholung. Die aktuelle Konjunkturentwicklung scheine zyklisch und vor allem gestützt durch die außergewöhnlich niedrigen Zinsen.

Probleme werden vor allem bei den Finanzsystemen gesehen: Diese hätten sich immer noch nicht vom Schock von 2007 erholt, in manchen Teilen der Welt nehme ihre Stabilität sogar weiter ab. Ein weiterer Punkt: Arbeitsmärkte benötigten ein ausgewogenes Verhältnis von Flexibilität und sozialem Schutz.

Digitalisierung und Robotisierung ist eine Chance

Bei dem zu erwartenden massiven Wegfall von Jobs durch Automatisierung und Robotisierung sei es unter anderem wichtig, Arbeitnehmer in Übergangsphasen zu unterstützen. «Länder, die sich auf die vierte industrielle Revolution einstellen und gleichzeitig ihre politischen, ökonomischen und sozialen Systeme stärken, sind die Sieger im künftigen Wettbewerbsrennen», sagte Klaus Schwab, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Weltwirtschaftsforums voraus.

Das jährliche Ranking erfolgt nach zwölf einheitlichen Kriterien für Wettbewerbsfähigkeit – darunter die Innovationsfähigkeit der Firmen, staatliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sowie der Zustand der Finanzmärkte, der Infrastruktur und des Bildungswesens.

(dix/L’essentiel/dpa)

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