Gaming-Hype – Luxemburg macht Jagd auf Pokémon

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Gaming-HypeLuxemburg macht Jagd auf Pokémon

LUXEMBURG – Bereits vor dem offiziellen Release ist das Smartphone-Spiel «Pokémon Go» im Großherzogtum ein Hit. Schon mehr als 500 Spieler ziehen durch die Straßen.

Das Augmented-Reality-Game «Pokémon Go» sorgt auf der ganzen Welt für einen regelrechten Hype. Obwohl das Spiel bisher erst in den App Stores in Australien, Japan und Neuseeland erhältlich ist, erfreut es sich auch in Luxemburg bereits großer Beliebtheit. Anstatt auf die Veröffentlichung im Großherzogtum zu warten, luden es sich die Luxemburger Spieler kurzerhand über andere Anbieter auf ihr Smartphone.

So zählt die Facebook-Gruppe der Luxemburger Pokémon-Trainer schon rund 500 Mitglieder. «Dass schon so viele Leute in der Community sind, ist erstaunlich. Das Spiel gibt es ja erst seit ein paar Tagen. Die Zahl wird nach der offizellen Veröffentlichung wohl durch die Decke gehen», glaubt Pokémon-Fan Carole Slongo.

Das Rathaus wird zur Arena

Um die virtuellen Pokémon-Monster auf ihrem Handy-Bildschirm zu fangen, müssen die Spieler in der echten Welt umherlaufen. Markante Punkte einer Ortschaft werden auf dem Bildschirm als Arenen dargestellt. In Esch/Alzette zum Beispiel ist eine solche Arena an der Kulturfabrik zu finden, in Differdingen an der Kirche und in Schifflingen am Rathaus. An sogenannten Pokéstops bekommen die Spieler Items, um die Monster einfangen zu können.

Die User sind in drei Gruppen aufgeteilt – rot, blau und gelb. Um eine Arena für das eigene Team erobern zu können, setzen die Spieler ihr stärkstes Pokémon dort hinein und hoffen, dass kein gegnerischer Spieler ein höher geleveltes Monster dagegen hält. Das Team, das am Ende eines Tages die meisten Arenen innerhalb eines Landes eingenommen hat, wird mit Erfahrungspunkten belohnt.

Keine Übergriffe in Luxemburg

Carole Slongo ist auf Facebook die Administratorin der gelben Gruppe Luxemburgs. «Wir verabreden uns dort, um gemeinsam zu spielen. Das Spiel weckt einfach Kindheitserinnerungen und ich habe schon ein paar richtig nette Leute kennengelernt. Außerdem macht der Konkurrenzkampf mit den anderen Gruppen Spaß», erklärt die 25-Jährige.

Von Übergriffen wie in den USA, wo Jugendliche das Mobile-Game nutzten, um andere User anzulocken und dann unter Androhung von Waffengewalt zu überfallen, habe sie in Luxemburg noch nichts gehört: «Allerdings habe ich schon mitbekommen, dass einige Leute das Spiel aus dem Auto heraus spielen. Das halte ich für gefährlich, weil man ja oft auf das Handy-Display schauen muss.»

(sw/L'essentiel)

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