Außenpolitik – Luxemburg ohne Kontakt zu Unruhe-Staaten

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AußenpolitikLuxemburg ohne Kontakt zu Unruhe-Staaten

LUXEMBURG – Die diplomatischen Beziehungen zwischen Luxemburg und den nordafrikanischen Staaten Tunesien und Ägypten liegen derzeit auf Eis. Die Regierung wartet die Entwicklung in den Maghreb-Staaten ab.

Zur Diplomatie gehört auch, sich gelegentlich mit Staatsmännern zu treffen, die ihrem Volk wenig Demokratie zugestehen. Hier Jean-Claude Juncker am 1. Dezember 2010 mit dem gestürzten tunesischen Präsidenten Ben Ali.

Zur Diplomatie gehört auch, sich gelegentlich mit Staatsmännern zu treffen, die ihrem Volk wenig Demokratie zugestehen. Hier Jean-Claude Juncker am 1. Dezember 2010 mit dem gestürzten tunesischen Präsidenten Ben Ali.

Die politischen Unruhen im Norden Afrikas sorgen auch in den diplomatischen Beziehungen mit Luxemburg für Wirbel. So soll sich eine Wirtschaftskommission der Mittelmeerunion kommende Woche im Großherzogtum tagen, doch ist bislang unklar, ob deren Präsident, ein Ägypter, tatsächlich anreisen wird.

«Sein Besuch ist angekündigt und wir gehen davon aus, dass wir ihn treffen. Aber wir rechnen mit allem, die Dinge können sich schnell ändern», sagt Martine Mergen (CSV), die bei dem Treffen mit dabei sein wird. Aus Tunesien hat sich bislang kein Teilnehmer angemeldet.

Die diplomatischen Beziehungen mit Ägypten und Tunesien wandeln sich. «Wir haben derzeit keinen Kontakt. Wir warten ab, was passiert», sagt Robert Steinmetz vom Außenministerium. Auch mit den Oppositionellen, die eine Regierung bilden möchten, gab es noch keinen Austausch. «Der Außenminister Jean Asselborn möchte sich nicht einmischen. Es ist das Volk, das über seine Zukunft entscheidet».

L'essentiel Online/Jérôme Wiss

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