Wettbewerbsfähigkeit – Luxemburg rutscht aus der Top 20

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WettbewerbsfähigkeitLuxemburg rutscht aus der Top 20

LUXEMBURG – Die Eurokrise und ihre Folgen hinterlassen ihre Spuren: Luxemburg gehört nicht mehr zu den 20 wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt.

Mit Investitionen in Forschung und Entwicklung will Wirtschaftsminister Jeannot Krecké die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Mit Investitionen in Forschung und Entwicklung will Wirtschaftsminister Jeannot Krecké die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

DPA

Die Wirtschaft wächst langsamer, die Eurokrise geht auch an Luxemburg nicht spurlos vorbei: In Sachen Wettbewerbsfähigkeit rutscht das Großherzogtum ab. In Europa liegt Luxemburg auf Platz 10 der wettbewerbsfähigsten Länder (von Platz 9 im vergangenen Jahr), hinter Spitzenreiter Schweden, den Niederlanden (4), Großbritannien (5) und Deutschland (6). Schlechter schnitten die französische Wirtschaft (13), Italien (15) und Belgien (17) ab. Im weltweiten Vergleich rutscht Luxemburg von Platz 20 im vergangenen Jahr auf Rang 23, wie aus dem «Global Competitiveness Index 2011 » hervorgeht.

Doch die Gründe sind hausgemacht: Die Luxemburger Wirtschaft funktioniert gut, attestiert der Bericht. Der Fehler liegt bei der «Größe des Marktes», die Preissteigerung sowie eine Diskrepanz zwischen der Ausbildung und dem Bedarf an Arbeitskräften. Dass Luxemburg im weltweiten Ranking abrutscht liegt daran, dass andere sich schneller entwickeln, wie die meisten europäischen Länder.

Auch im «Doing Business 2012»-Ranking der Weltbank rutscht Luxemburg um sechs Plätze auf Rang sechs ab: Für den Wert spielen die Wartezeiten und Kosten für Firmengründungen und Prozesse in den Betrieben sowie der grenzüberschreitende Handel eine Rolle. Schlecht schneidet das Großherzogtum besonders bei der Kreditvergabe oder dem Schutz der Investoren ab. Beim Vertragsabschluss ist Luxemburg das schnellste Land.

JV/L’essentiel Online

Forschung als Wettbewerbstreiber

Das Rezept von Wirtschaftsminister Jeannot Krecké (LSAP) für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes liegt bei Innovation und Produktivität. Luxemburgs Ziel sei es, die Mittel für private und öffentliche Forschung bis 2020 auf 2,3 bis 2,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu steigern. Derzeit sind es 1,68 Prozent.

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