Maßnahmenprogramm – Luxemburg sagt schlechter Luft und Lärm den Kampf an

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MaßnahmenprogrammLuxemburg sagt schlechter Luft und Lärm den Kampf an

LUXEMBURG – Die Regierung hat am Mittwoch das neue Maßnahmenprogramm gegen Luftverunreinigungen und Lärm vorgestellt.

An manchen Stellen im Großherzogtum wurden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid schon überschritten.

An manchen Stellen im Großherzogtum wurden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid schon überschritten.

Citizenside/kÉvin Niglaut

Eine Smogwolke, die wie ein Gewitter durch Pekings Straßen zieht. Der Eiffelturm, der durch die Luftverschmutzung kaum zu sehen ist. Fahrverbote für die Hälfte aller Autos. Solche Katastrophen möchte man in Luxemburg vermeiden. Vor allem, da an manchen Stellen im Großherzogtum die Grenzwerte für Stickstoffdioxid schon überschritten wurden und man davon ausgeht, dass allein im Jahr 2013 370 Personen an den Folgen der Luftverschmutzung gestorben sind.

Die Regierung hat nun einen Aktionsplan für die nächsten fünf Jahre vorgelegt, der zum Ziel hat, die Luftqualität zu verbessern. Dazu gehören schon angekündigte Maßnahmen, wie Steuervergünstigung für emissionsfreie Autos, die Bereitstellung von 1.600 öffentlichen Aufladestationen für Elektroautos bis 2020, ein intelligentes Verkehrsmanagementsystem sowie ein Kauf-Ratgeber für Pkw. Ebenfalls soll dieses Jahr eine App das Carpooling attraktiver machen und die Busflotte modernisiert werden. Alle Maßnahmen haben zum Ziel, die Auswirkungen der Dieselfahrzeuge auf die Umwelt zu minimieren.

Neben der schlechten Luft, soll es aber auch dem übermäßigen Lärm an den Kragen gehen. Die Belastung durch Autos, Züge, Flugzeuge und den normalen Stadtlärm soll weniger werden. Die Regierung sieht gleichzeitig Präventions- und Konsolidierungsmaßnahmen vor. Einerseits soll das Thema Lärmschutz in die Bebauungspläne (PAG) miteinfließen, andererseits sollen die aktuellen Lärmprobleme angegangent werden. Dabei steht der Straßenverkehr im Vordergrund. Durch Maßnahmen wie beispielsweise mehr 30er-Zonen oder den Bau von Lärmschutzmauern soll der Krach der Straßen etwas weniger werden.

(Juliette Devaux/L'essentiel)

Einwohner sollen zu Wort kommen

Die Einwohner Luxemburgs können ihre Meinung zu den Maßnahmen zur Luftverbesserung in einer öffentlichen Anhörung äußern. Bei dem Aktionsplan zum Lärmschutz können die Bürger ihre Haltung in einer öffentlichen Umfrage kundtun. (Mehr Informationen finden Sie auf emwelt.lu)

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