In Luxemburg – Luxemburg soll in der Nacht weniger glitzern
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In LuxemburgLuxemburg soll in der Nacht weniger glitzern

LUXEMBURG – Die Regierung hat am Donnerstag Maßnahmen zur Reduzierung überflüssiger Beleuchtung im Land vorgestellt.

Der Wechsel zwischen Tag und Nacht ist ein wichtiger Taktgeber für die Natur.

Der Wechsel zwischen Tag und Nacht ist ein wichtiger Taktgeber für die Natur.

Alain Rischard

Lichtverschmutzung ist in den Industrieländern zu einem ernstzunehmenden Problem geworden. Vor allem Wirbeltiere und Insekten leiden unter der künstlichen Beleuchtung. Aber auch die Gesundheit des Menschen wird davon beeinträchtigt.

«Die Lichtverschmutzung ist ein echtes Problem für die Umwelt, das die ganze industrialisierte Welt kennt», sagt der Staatssekretär für nachhaltige Entwicklung Claude Turmes (Déi Gréng). Er stellte die Maßnahmen der Regierung zu diesem Thema am Donnerstag vor. «Wir brauchen Licht für die Sicherheit, aber ohne der Umwelt zu schaden», fährt er fort.

Sensoren auf Bürgersteigen

Im Zuge dessen will die Regierung künftig vermehrt LED-Lampen für öffentliche Beleuchtungen einsetzen. «Das hilft, die Umweltverschmutzung zu begrenzen und gleichzeitig Energie zu sparen», so Turmes. Die Installationskosten wären «fast doppelt so hoch wie bei herkömmlicher Beleuchtung», erklärt Raymond Seburgers, vom service électro-mécanique aux Ponts et chaussées.

Allerdings betrage die Lebensdauer einer LED-Lampe bis zu 15 Jahren, während herkömmliche Lampen bereits alle vier bis fünf Jahre ausgewechselt werden müssten. Der Ban de Gasperich diene als Vorreiter und wird komplett mit LEDs ausgestattet.

Doch es gibt auch weitere Möglichkeiten, um die künstliche Lichtverschwendung einzudämmen. Uwe Knappschneider, ein auf diesen Bereich spezialisierter deutscher Ingenieur, erklärte am Donnerstag, dass man auch Sensoren auf Wegen oder Bürgersteigen installieren könne. Diese würden dann nur bei Bedarf aufleuchten. Wichtig sei vor allem, dass die Beleuchtung nicht in den Himmel gerichtet ist, was derzeit noch oft der Fall sei.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

Der Wechsel zwischen Tag und Nacht, ist ein wichtiger Bestandteil für die Natur. Durch die Lichtverschmutzung kann der Rhythmus von Menschen, Tieren und Pflanzen erheblich gestört werden. Der natürliche Wachstumszyklus von Pflanzen kann durch eine Überbelichtung durcheinander gebracht werden.

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