Ministeriumsinitiative: Luxemburg soll mehr zu Fuß gehen

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MinisteriumsinitiativeLuxemburg soll mehr zu Fuß gehen

LUXEMBURG – Das Mobilitätsministerium will den Fußverkehr im Land voranbringen. Angewiesen ist es dabei auf die Umsetzung der Gemeinden.

von
Joseph Gaulier
In der Hauptstadt wurden die Ampel umprogrammiert, um die Grünphase für Fußgänger zu verlängern.

In der Hauptstadt wurden die Ampel umprogrammiert, um die Grünphase für Fußgänger zu verlängern.

Vincent Lescaut

Das Ministerium für Mobilität will die Luxemburger zum zu Fuß gehen bewegen, im Land scheint man nach Zahlen des Ministeriums nämlich etwas fußfaul zu sein: Strecken, die kürzer sind als einen Kilometer, werden zwar «zu 49 Prozent zu Fuß» zurückgelegt, aber eben auch zu «37 Prozent mit dem Auto», heißt es auf L'essentiel-Anfrage. Da Verkehrseinrichtungen unter der Verantwortung der Gemeinden stehen, muss das Verkehrsministerium auf «Empfehlungen und Beispiele» zurückgreifen, um den Fußverkehr voranzutreiben und steht den Gemeinden für «technische Ratschläge» zur Verfügung.

Wichtig sei beispielsweise, das Fußgängerwege «ausreichend breit, angemessen beleuchtet und die Stellen zur Fahrbahnüberquerung gut sichtbar sind». Die Luxemburger Stadtverwaltung erklärt auf Nachfrage, regelmäßig die Infrastruktur umzugestalten. So seien kürzlich Ampeln neu programmiert worden: Für kürzere Rotphasen für Fußgänger. Weiter gehöre die «Verbreiterung von Bürgersteigen und die Einführung von Tempo-30-Zonen in der direkten Umgebung der Schulen» dazu. Die Standseilbahn und der Panorama-Aufzug im Pfaffenthal gehören laut Stadt ebenfalls zu den Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs.

Hinblicklich der allgemeinen Verkehrssicherheit ist das Ministerium der Ansicht, dass «Qualität für mehr Sicherheit» sorge. So sei es «angenehmer bei Nacht in einer gut beleuchtenden Straße auf einem breiten Bürgersteig mit anderen Menschen unterwegs zu sein, als sich in einer dunklen Straße zwischen einer Mauer und den geparkten Autos zu bewegen». Aus diesem Grund sollen demnächst die Fußgängerübergänge in der Hauptstadt nach und nach besser beleuchtet werden.

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